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E-Mail: benjamin.attigah@giz.de

Private Sector Participation in Micro-hydro Power Supply for Rural Development

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Private Sector Participation in Micro-hydro Power Supply for Rural Development (PSP Hydro)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Ruanda
Politischer Träger: Ministry of Infrastructure (MININFRA)
Gesamtlaufzeit: 2006 bis 2012

Ausgangssituation

Der Energieverbrauch pro Kopf der Bevölkerung in Ruanda ist einer der niedrigsten der Welt. Weniger als 6 Prozent der Bevölkerung hat Zugang zu Elektrizität, in ländlichen Gebieten sogar weniger als 1 Prozent. 2006 wurden noch 95 Prozent der Energie durch Biomasse gewonnen; 2008 waren es noch 85 Prozent. Falls der Verbrauch so bleibt, wird das Land in 15 Jahren komplett entwaldet sein. Während des Genozids von 1994 wurde der Großteil der Infrastruktur für Energieerzeugung und -versorgung zerstört. Gerade die Wirtschaftsbereiche mit den besten Wachstumsaussichten (Agrarindustrie, Tourismus, IT) sind auf eine verbesserte Energieversorgung angewiesen. Während die größeren Unternehmen hauptsächlich mit teuren Dieselgeneratoren arbeiten, haben die meisten kleinen Betriebe in ländlichen Gebieten keine Stromversorgung. Dies begrenzt die Expansionsmöglichkeiten und behindert die Produktivität. Gleichzeitig kann aufgrund der Energieknappheit ein Großteil der sozialen Infrastruktur ihre Leistungen nicht effizient zur Verfügung stellen.

Die Regierung versucht, die Energie-Infrastruktur wieder aufzubauen und dabei Wasserkraft, Methangas, Windkraft, Solarenergie und geothermische Energiequellen zu nutzen. Es ist geplant, die Erzeugungskapazitäten bis 2012 von heute 56,6 Megawatt (MW) auf 130 MW zu erhöhen, im Jahr 2006 waren es noch 45 MW. Das „Energising-Development“-Projekt wird dazu beitragen, die Kapazitäten von klein- und mittelständischen Unternehmen und die soziale Infrastruktur durch eine verbesserte Energieversorgung zu stärken. Gleichzeitig wird das Projekt das Entstehen und die Entwicklung von wirtschaftlich nachhaltigen kleinen und kleinsten Energieversorgungsunternehmen mit technischer und betriebswirtschaftlicher Expertise unterstützen.

Ziel

Etwa 100.000 Personen sind an die lokale Stromversorgung angeschlossen. Mehrere kleine und mittlere Unternehmen werden bei der Installation von Kleinwasserkraftanlagen zur Elektrizitätsgewinnung unterstützt.

Vorgehensweise

  • Identifikation, Vorbereitung und Unterstützung privater Firmen beim Bau und Betrieb von Klein- und Kleinstwasserkraftanlagen (Beratung, Fortbildung, Kofinanzierungen)
  • Unterstützung für die Integration einer nachhaltigen Energieplanung in partizipative Entwicklungsprozesse (Workshops und Handreichungen zur kommunalen Planung)
  • Identifizierung und Einführung nachhaltiger Lösungen zur Energieversorgung sozialer Infrastruktur und öffentlichen Einrichtungen
  • Unterstützung von Unternehmen, die Kleinwasserkraftanlagen installieren und nachhaltig nutzen sollen


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