Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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Nachhaltige Veränderungen auf verschiedenen Ebenen bewirkenEine traditionelle Praktik wie weibliche Genitalverstümmelung (FGM) ist in einen gesellschaftlichen Rahmen mit zahlreichen unterschiedlichen Einflüssen eingebettet. Alle Bemühungen, FGM zu überwinden, können deshalb nur dann erfolgreich sein, wenn so viele gesellschaftliche Einflussfaktoren und Akteure wie möglich in die Arbeit einbezogen werden. Die GIZ arbeitet mit einem ganzheitlichen Ansatz, der gezielt mehrere Ebenen anspricht: Aufklärung, Sensibilisierung und Dialog auf direkter Zielgruppenebene, Stärkung der Fähigkeiten und Kompetenzen von Institutionen und Organisationen sowie Politikberatung auf nationaler Ebene. Diese Kombination ist im Kontext des internationalen Engagements gegen weibliche Genitalverstümmelung einzigartig. Wir wollen nachhaltig zur Überwindung der Praktik beitragen und auf diese Weise die Verwirklichung der Menschenrechte von Frauen und Mädchen unterstützen. Schlüsselfaktor Politikdialog Ohne das Engagement der Regierungen von Ländern, in denen FGM praktiziert wird, lassen sich keine langfristigen Erfolge bei der Überwindung der weiblichen Genitalverstümmelung erzielen. Praktisch bedeutet dies, dass wir in unserer Arbeit auch die nationale Ebene in den betreffenden Ländern dabei unterstützen, Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Überwindung von FGM fördern. In der Arbeit des BMZ ist das Thema FGM Bestandteil des Politikdialogs mit den betreffenden Partnerländern und wird zunehmend in Regierungsverhandlungen und -konsultationen aufgegriffen. In Partnerländern Veränderungen auf mehreren Ebenen anstoßen Um in derzeit acht afrikanischen Partnerländern Breitenwirkung zu erzielen, engagiert sich die GIZ dafür, Maßnahmen zur Beendigung von FGM in Vorhaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) in den Sektoren Gesundheit, Bildung und gute Regierungsführung zu verankern. Dies erfordert langfristige Strategien, die auf gesellschaftlichen Wandel abzielen. Ansätze, die vor allem die lokale Ebene ansprechen, wie der Generationendialog, werden gezielt mit der Organisationsentwicklung, Netzwerkbildung und mit Politikberatung auf nationaler Ebene - etwa Beratung der Partnerregierung bei der Ausarbeitung eines nationalen Gesetzes gegen FGM - kombiniert. Bereichsübergreifend arbeiten – Synergien nutzen Die GIZ setzt sich dafür ein, dass Maßnahmen zur Überwindung der Genitalverstümmelung nicht nur in Projekten zur Förderung der reproduktven Gesundheit, sondern auch in Programmen der Bereiche Bildung, Rechtstaatlichkeit und Menschenrechte oder Dezentralisierung verankert werden. Wir entwickeln Instrumente, wie die Strategien der deutschen EZ in den betroffenen Ländern und die Überwindung von FGM miteinander verknüpft werden können. Andere übergreifende Themen wie HIV/AIDS und Gender werden einbezogen. Außerdem binden wir gezielt Schlüsselakteure ein, die durch ihre besondere Stellung in der Gesellschaft die Meinungen anderer beeinflussen können. Dazu gehören Ärzte, religiöse und traditionelle Führer und Politiker. Der Ansatz der GIZ ist interdisziplinär und auf die Vielschichtigkeit und Komplexität des Themas Genitalverstümmelung abgestimmt – so werden positive Wechselwirkungen zwischen den entwicklungspolitischen Themen und dem Instrumentarium unterschiedlicher EZ-Organisationen genutzt und eine dauerhafte Änderung von Wahrnehmungen und Verhalten bewirkt. Eine abgestimmte Vorgehensweise in Programmen der deutschen EZ und im internationalen Geberkreis erhöht die Breitenwirksamkeit und die Möglichkeiten, neue Partner zu gewinnen.
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