Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Was ist weibliche Genitalverstümmelung?Weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, FGM) bezeichnet verschiedene Formen operativer Eingriffe, bei denen die äußeren weiblichen Genitalien ohne medizinische Gründe teilweise oder ganz entfernt werden. Verstümmelt werden meist Minderjährige, überwiegend ohne Betäubung und unter schlechten hygienischen Bedingungen. Der Eingriff kann nicht rückgängig gemacht werden und führt häufig zu direkten, aber auch langfristigen psychischen und körperlichen Schäden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass weltweit rund 140 Millionen Mädchen und Frauen an ihren Genitalien verstümmelt sind. Weibliche Genitalverstümmelung ist vor allem in Afrika sowie in Teilen der arabischen Halbinsel weit verbreitet.
Zahlreiche internationale Konventionen beziehen Stellung gegen FGM. Besondere Bedeutung kommt im afrikanischen Zusammenhang dem 2003 unterzeichneten Maputo-Protokoll, einem Zusatzprotokoll zur Afrikanischen Charta für Menschen- und Völkerrechte zu. Artikel 5 erkennt schädliche Praktiken wie FGM ausdrücklich als Menschenrechtsverletzung an und unterstreicht die Verantwortung der Staaten, Frauen durch Gesetzgebung und öffentliche Bewusstseinsbildung zu schützen und zu fördern. In vielen Ländern steht weibliche Genital- verstümmelung inzwischen offiziell unter Strafe. Einen echten Schutz bieten Verbote aber erst, wenn sie nicht nur im Strafrecht, sondern auch im Rechtsbewusstsein der Bevölkerung verankert sind. Eine Herausforderung für die Überwindung der weiblichen Genitalverstümmelung ist es, den Dialog mit den Menschen zu suchen, sie für die negativen Folgen von FGM zu sensibilisieren und auf Meinungsführer einzuwirken. Nur so kann langfristig ein Wandel der Einstellungen und des Verhaltens erreicht und weibliche Genitalverstümmelung überwunden werden.
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