Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Wege aus der Überschuldung: Bildung ist der Schlüssel
„Kleines Geld, große Wirkung“ – nachdem Muhammad Yunus 2006 den Friedensnobelpreis für sein Mikrokreditkonzept bekommen hatte, waren solche Schlagzeilen an der Tagesordnung. Die Idee, der mittellosen Bevölkerung Kleinstkredite und andere Finanzprodukte zu akzeptablen Konditionen zu gewähren und ihnen damit beispielweise den Aufbau kleiner Unternehmen möglich zu machen, wurde gefeiert. Aus der Idee ist eine ganze Branche gewachsen. Doch in letzter Zeit können immer weniger Kreditnehmer ihre Anleihen zurückbezahlen. Den Instituten wird mangelnde Verantwortung im Umgang mit ihren Kunden vorgeworfen: „Mikrofinanz habe den Bedürftigen keinen Weg aus der Armut gezeigt, sondern sie in eine neue Schuldenfalle getrieben“, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. „Menschen für den Umgang mit Geld sensibilisieren“ „Der beste Weg, solche Überschuldungen zu vermeiden, ist die Menschen für den Umgang mit Geld zu sensibilisieren“, sagt Torsten Schlink, der bei der GIZ in der Finanzsystementwicklung arbeitet. Gemeinsam mit Dirk Steinwand, Mikrofinanzexperte der KfW Entwicklungsbank, Emmanuelle Javoy, Geschäftsführerin der Ratingagentur Planet Rating und dem Geschäftsführer des Beratungsunternehmens LFS Thomas Engelhardt diskutierte er Ende November in der GIZ-Repräsentanz Berlin über Kundenschutz und soziale Verantwortung im Mikrofinanzsektor. Finanzielle Grundbildung mit Kreativität verbessern Ein gutes Beispiel dafür sei die Arbeit der GIZ in Ghana. Dort berät das Programm für Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Regierung unter anderem dabei den Mikrofinanzsektor zu stärken. „Das bedeutet einerseits, dass wir die ghanaischen Mikrofinanzinstitutionen mit maßgeschneiderten Trainingsprogrammen unterstützen“, sagt Hanna Schommer, GIZ-Mitarbeiterin in Ghana. „Besonders wichtig ist jedoch, die finanzielle Grundbildung der Bevölkerung zu verbessern, und da darf Kreativität nicht fehlen. Gemeinsam mit 110 Mikrofinanzinstitutionen und der ghanaischen Regierung haben wir zum Beispiel eine Roadshow durch das ganze Land organisiert, in der wir den Menschen erklärt haben, wie Finanzprodukte funktionieren, und was ihre Rechte und Pflichten sind.“ Ghana entwickelt Kundenschutz-Strategie Die ghanaische Regierung betrachte die Themen finanzielle Grundbildung und Kundenschutz als so wichtig, dass sie eigens dazu eine Strategie entwickelt habe. Doch trotz dieser ersten Erfolge gebe es noch viel zu tun, so Schommer: „Im kommenden Jahr wollen wir gemeinsam mit dem Finanz- und dem Bildungsministerium daran arbeiten, finanzielle Grundbildung in die Lehrpläne der Schulen zu integrieren.“ Expertenrunde zur sozialen Verantwortung im Mikrofinanzsektor
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