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Armutsbekämpfungsstrategien in Sub-Sahara Afrika

Armutsbekämpfung ist insbesondere in Afrika südlich der Sahara für eine nachhaltige Entwicklung von großer Bedeutung. Dabei ist das Problem der Armut vielschichtig und bezieht sich nicht nur auf Einkommen. Wie in den Millenniumentwicklungszielen (MDG) dargestellt, hat Entwicklung zum Ziel, die Lebensbedingungen insgesamt zu verbessern. In diesem Kontext besteht ein Zusammenhang zwischen Einkommensarmut und anderen Dimensionen von Armut, die in den MDG widergespiegelt sind: die Verbesserung der Einkommensverhältnisse armer Bevölkerungsgruppen trägt direkt zur Verminderung von Armut und Hunger bei, spielt indirekt aber auch eine Rolle bei der Verbesserung beispielsweise des Gesundheitszustandes oder der Einschulungsquoten. Menschen mit höherem Einkommen können sich vermehrt Gesundheitsleistungen oder Schulkosten leisten. Umgekehrt sind Bildung und Gesundheit wichtige Voraussetzungen für den Zugang zu Beschäftigung und Einkommen.

Nach wie vor besteht jedoch ein großer Aufholbedarf bei der Bekämpfung von Armut und der Umsetzung der MDGs in Sub-Sahara Afrika. So werden voraussichtlich nur 20 von 48 Ländern in Sub-Sahara Afrika das erste MDG Ziel erreichen – die Halbierung des Anteils der Menschen, die mit weniger als 1,25 US Dollar pro Tag auskommen müssen bis zum Jahr 2015. Auch die Umsetzung der anderen MDGs schreitet nur langsam voran. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass die internationale Finanz– und Wirtschaftskrise einige der bereits erzielten Fortschritte bei der Umsetzung der MDGs rückgängig machen könnte.

Für Afrika  haben daher Strategien zur Bekämpfung von Armut eine herausragende entwicklungspolitische Bedeutung. Im Auftrag des BMZ unterstützt die GÎZ ausgewählte Länder in Afrika südlich der Sahara bei der Bekämpfung von Armut durch Vorhaben in den Bereichen Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Governance, Wasser sowie Landwirtschaft und ländliche Entwicklung. So unterstützt die GIZ beispielsweise die Erstellung und Umsetzung von Armutsbekämpfungsstrategien (PRSP) oder die Umsetzung der MDGs (z.B. in den Bereichen Gesundheit, Wasserversorgung oder Bildung). Darüber hinaus werden Vorhaben in den Bereichen Finanzsystem- und Privatwirtschaftsentwicklung gefördert, die auch im Kontext der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise potentielle negative Folgen abmildern helfen.


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