GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Themen > Regionale Themen > Afrika südlich der Sahara > Genitalverstümmelung überwinden > Ergebnisse

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Unser Engagement zeigt Wirkung

Konkrete Wirkungen bei der Ausrichtung der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) und sichtbare Erfolge in unseren Partnerländern tragen dazu bei, die Menschenrechte von Mädchen und Frauen gezielt zu stärken.

Aktiv in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Das überregionale Projekt hat in Zusammenarbeit mit lokalen NRO verschiedene erfolgreiche Ansätze zur Überwindung von FGM entwickelt und dokumentiert. In acht Ländern arbeiten Projekte und Programme der Entwicklungszusammenarbeit mittlerweile mit diesen Ansätzen: in Mali, Burkina Faso, Mauretanien, Sierra Leone, Guinea, Benin, Kenia und Ägypten. Dabei hat das überregionale Projekt zu einem Paradigmenwechsel beigetragen, der sich auch in der internationalen Debatte abzeichnet: die Verankerung des Themas jenseits der klassischen Sektoren Gesundheit und Bildung in den Bereich Good Governance. So integriert das Programm zur Förderung Guter Regierungsführung in Mauretanien die Aufklärung und den Dialog über FGM in Trainingsmodule für Gemeindevertreter und -vertreterinnen und politische Entscheidungsträger und -trägerinnen sowie in Maßnahmen zur Förderung der Rechte von Frauen und Mädchen. Darüber hinaus haben Dialogformen mit islamischen Wissenschaftlern und Geistlichen zu einem öffentlichen Diskurs über Frauenrechte und schädliche traditionelle Praktiken geführt. Auch in Benin wurde mit der Organisation eines „Forums der Zivilgesellschaft“ eine breite gesellschaftliche Plattform geschaffen, um das Wiederaufflammen der Praktik zu verhindern.

Der Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung ist ein Bereich, in dem inzwischen die deutschen Vorfeldorganisationen aktiv sind. Die Herausforderung besteht zum einen darin, sich untereinander gut zu vernetzen und die Aktivitäten sinnvoll aufeinander abzustimmen. Formale Vereinbarungen zur Zusammenarbeit der deutschen EZ zum Thema FGM gibt es in Burkina Faso und Sierra Leone, ähnliche Prozesse in Kenia und Guinea werden aktiv unterstützt.

In der Arbeit des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wird das Thema in strategischen Prozessen und in der Öffentlichkeitsarbeit aufgegriffen. Auch bei Regierungsverhandlungen mit den Partnerländern wird FGM zunehmend diskutiert; die Anzahl der Länder, in denen Maßnahmen zur Überwindung von FGM in relevante Projekte und Programme integriert ist, konnte so kontinuierlich erhöht werden. Die Unterstützung durch die GIZ hat dazu beigetragen, FGM im entwicklungspolitischen Instrumentarium zu verankern. 

Dialog und Vernetzung

Gemeinsam mehr erreichen. Nach dieser Maxime engagiert sich die GIZ in Deutschland und weltweit und trägt so dazu bei, dass Kräfte gebündelt und Erfahrungen ausgetauscht werden. Auf Initiative der GIZ (ehemals GTZ) entstand 2005 das Netzwerk INTEGRA, in dem sich deutsche Organisationen für die Überwindung der Genitalverstümmelung engagieren. Vernetzung und Dialog haben ein erhöhtes Verständnis dafür geschaffen, dass bei dem Thema FGM Handlungsbedarf auch in Deutschland besteht. Unter der koordinierenden Federführung des BMZ arbeitet seit April 2009 eine Arbeitsgruppe mit Beteiligung von Bund, Ländern und NRO an der Erstellung eines nationalen Aktionsplanes, der sich an Anträgen des Bundestags und den Forderungen der Zivilgesellschaft orientiert.

Positive Wirkungen zeigen sich auch auf internationaler Ebene: Im Auftrag des BMZ engagiert sich hier die GIZ in der Donors Working Group on FGM/C, in der sich die wichtigsten Geber zum Thema FGM vernetzen. Durch die aktive Mitarbeit konnte sowohl die Formulierung einer gemeinsamen Position der Gebergemeinschaft beeinflusst als auch die Sichtbarkeit der deutschen EZ auf internationaler Ebene erhöht werden.

Guinea: Dialog der Generationen@GTZ

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