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Herr Christian Widmann
E-Mail: christian.widmann@giz.de

Breitenwirksame Wachstums- und Beschäftigungsförderung

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Breitenwirksame Wachstums- und Beschäftigungsförderung in Nigeria (SEDIN)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Nigeria
Politischer Träger: Nationale Planungskommission
Gesamtlaufzeit: 2011 bis 2014 (erste Phase)

Ausgangssituation

Nigerias Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen (KKMU) werden durch die regulativen und institutionellen Rahmenbedingungen des Landes nicht gefördert und haben keinen ausreichenden Zugang zu Finanzdienstleistungen. Deshalb unterstützt das Programm der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung in Nigeria wichtige staatliche Akteure und Angehörige des Finanz- und Wirtschaftssektors dabei, das Geschäfts- und Investitionsklima zu verbessern und den Zugang von KKMU zu Finanzdienstleistungen zu erleichtern. Dies geschieht im Einklang mit Nigerias nationaler Entwicklungsstrategie, der „Vision 20:2020“, und der Financial System Strategy 2020 (FSS 2020) zur Stärkung des Finanzsektors.

Ziel

Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen profitieren von besser zugänglichen Finanzdienstleistungen und beschäftigen eine steigende Zahl von Mitarbeitern.

Vorgehensweise

Zielgruppen des Projekts sind die Inhaber von KKMU und ihre Beschäftigten sowie die Mitglieder anderer wirtschaftlich aktiver Haushalte mit niedrigem Einkommen. Unterstützung auf nationaler Ebene soll überall im Land Wirkung entfalten. Gleichzeitig werden eine Reihe von Maßnahmen für die bundesstaatliche und die lokale Ebene in Nigeria, dem Bundesstaat Plateau und einem dritten Bundesstaat geplant, der noch zu bestimmen ist. Das Programm umfasst drei Komponenten:

Finanzsektorreform. Sie beinhaltet Hilfestellung bei der Umsetzung der FSS 2020, eine Überprüfung der Mikrofinanzpolitik, Regulierung und Zertifizierung von Mikrofinanzbanken und die Einführung von Mikroversicherungen und der Finanzierung von Wertschöpfungsketten.

Förderliches Geschäftsumfeld. Reformen auf föderaler, bundesstaatlicher und lokaler Ebene werden unterstützt, die das Geschäftsumfeld von KKMU so verbessern, dass es ihrer Entwicklung förderlich ist. Hierzu zählen Verbesserungen bei der Registrierung von Grund- und Unternehmensbesitz, im Steuersystem und spezifischen Aspekten von Wertschöpfungsketten.

Förderung der regionalen wirtschaftlichen Integration Nigerias in die Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS). Das Programm fördert die Umsetzung von ECOWAS-Protokollen, zum Beispiel für Handelserleichterungen und Steuerharmonisierung, sowie eine verbesserte Regulierung des Finanzsektors in Westafrika.

Die Förderung bestimmter landwirtschaftlicher und nichtlandwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten trägt zur Diversifizierung der Wirtschaft bei. Zugleich kann das Programm so die Auswirkungen der Reformen, die in den drei Komponenten gefördert werden, beurteilen und weitere, auf die Belange der Zielgruppe und die herrschenden Bedingungen zugeschnittenen Reformen erarbeiten.

Die Programmaktivitäten umfassen überdies Maßnahmen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit von Akteuren der Regierung und Privatwirtschaft sowie des Finanzsektors. Die bei der Förderung einzelner Wertschöpfungsketten gesammelten Erfahrungen sollen möglichst gewinnbringend auf andere Wertschöpfungsketten übertragen werden, vor allem dann, wenn sie für Finanzsystementwicklung und den Regulierungsrahmen relevant sind.

Von Beginn an ist geplant, die Programmmaßnahmen auszuweiten, um ihre Wirksamkeit und Nachhaltigkeit zu steigern. Die in einzelnen Bundesstaaten geförderten Maßnahmen werden als Pilotprojekte betrachtet und ihre Ergebnisse in einem Peer-Learning-Ansatz zwischen Bundesstaaten ausgetauscht.


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