Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Stärkung der Rechte von Frauen und Mädchen in Borno StateProgrammkurzbeschreibung
Bezeichnung: Stärkung der Rechte von Frauen und Mädchen in Borno State
AusgangssituationTraditionelle und religiöse Wertsysteme bilden den Rechtsalltag für die Menschen in Borno State, im Nordosten Nigerias. Die (Wieder-)Einführung der Scharia im Jahr 2000 veränderte zusätzlich das Gerichtssystem, was vor allem für Frauen nachteilige Auswirkungen hatte. Die Rolle der Frau wird traditionellerweise im Haushalt oder in der Landwirtschaft gesehen, aber nicht in der Politik oder bezahlter Anstellung. Die traditionellen Strukturen bieten jedoch heutzutage unzureichende Versorgungssicherheit wegen schwindender Ressourcen und der Modernisierung der Landwirtschaft. Gleichzeitig verhindern sie, dass das Potenzial von Frauen wirtschaftlich und sozial voll genutzt wird. In der Erziehung herrscht zudem eine starke Genderungleichheit. Mädchen werden benachteiligt, erhalten schlechteren Zugang zu Bildung und Berufen und haben kaum Anspruch auf Rechtshilfe. ZielFrauen und Mädchen können ihre Rechte in Borno State sichern, ihre juristische, politische und soziale Situation ist verbessert. Vorgehensweise
Die GTZ unterstützt die Arbeit mehrerer regionaler und lokaler NGOs, darunter der National Council of Women Societies (NCWS), die Federation of Muslim Women’s Associations (FOMWAN) und die International Federation of Women Lawyers (FIDA). Außerdem setzt sich die GTZ für die Anwendung des Child Right Law in Borno State ein. Das soll langfristig zu einer gleichberechtigten Erziehung für Jungen und Mädchen führen. Andere Tätigkeitsgebiete umfassen HIV/AIDS-Prävention und die Förderung der reproduktiven Gesundheit. Für Frauen und Mädchen leistet das Projekt außerdem Beratung zu verschiedenen Themen wie Mediationstechniken und Finanzmanagement und bietet Trainings zu Organisationsentwicklung und -aufbau an. Durch Diskussionsrunden in Radio und Fernsehen, bei Zusammenkünften mit religiösen Führern in Dörfern, im Kontakt mit Medien und Justiz fördert die GTZ den sozialen Dialog und das Bewusstsein für Frauen- und Kinderrechte und bekräftigt die aktive Teilnahme von Frauen an politischen Prozessen. Um den Zugang von Frauen zur Rechtssprechung zu bestärken, organisiert das Projekt juristische Bildungskurse und etabliert alternative Streitschlichtungsmechanismen, englisch Alternative Dispute Resolution (ADR). Das reduziert Verzögerungen in der Rechtssprechung und macht den juristischen Beistand für Frauen und Unterprivilegierte erschwinglich. Zusätzlich unterstützt die GTZ die so genannten Law Clinic der Universität Maiduguri, wo Frauen und Kinder kostenlosen Rechtsbeistand erhalten; außerdem bildet die Universität hier Mediatoren und Schiedsrichter aus. Wirkung – Was bisher erreicht wurde
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