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Frau Bolaji Aina
E-Mail: bolaji.aina@giz.de

Stärkung der Rechte von Frauen und Mädchen in Borno State

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Stärkung der Rechte von Frauen und Mädchen in Borno State
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Nigeria
Politischer Träger: National Planning Commission
Gesamtlaufzeit: Juli 2006 bis September 2009

Ausgangssituation

Traditionelle und religiöse Wertsysteme bilden den Rechtsalltag für die Menschen in Borno State, im Nordosten Nigerias. Die (Wieder-)Einführung der Scharia im Jahr 2000 veränderte zusätzlich das Gerichtssystem, was vor allem für Frauen nachteilige Auswirkungen hatte. Die Rolle der Frau wird traditionellerweise im Haushalt oder in der Landwirtschaft gesehen, aber nicht in der Politik oder bezahlter Anstellung. Die traditionellen Strukturen bieten jedoch heutzutage unzureichende Versorgungssicherheit wegen schwindender Ressourcen und der Modernisierung der Landwirtschaft. Gleichzeitig verhindern sie, dass das Potenzial von Frauen wirtschaftlich und sozial voll genutzt wird. In der Erziehung herrscht zudem eine starke Genderungleichheit. Mädchen werden benachteiligt, erhalten schlechteren Zugang zu Bildung und Berufen und haben kaum Anspruch auf Rechtshilfe.

Ziel

Frauen und Mädchen können ihre Rechte in Borno State sichern, ihre juristische, politische und soziale Situation ist verbessert.

Vorgehensweise

Die GTZ unterstützt die Arbeit mehrerer regionaler und lokaler NGOs, darunter der National Council of Women Societies (NCWS), die Federation of Muslim Women’s Associations (FOMWAN) und die International Federation of Women Lawyers (FIDA). Außerdem setzt sich die GTZ für die Anwendung des Child Right Law in Borno State ein. Das soll langfristig zu einer gleichberechtigten Erziehung für Jungen und Mädchen führen. Andere Tätigkeitsgebiete umfassen HIV/AIDS-Prävention und die Förderung der reproduktiven Gesundheit. Für Frauen und Mädchen leistet das Projekt außerdem Beratung zu verschiedenen Themen wie Mediationstechniken und Finanzmanagement und bietet Trainings zu Organisationsentwicklung und -aufbau an.

Durch Diskussionsrunden in Radio und Fernsehen, bei Zusammenkünften mit religiösen Führern in Dörfern, im Kontakt mit Medien und Justiz fördert die GTZ den sozialen Dialog und das Bewusstsein für Frauen- und Kinderrechte und bekräftigt die aktive Teilnahme von Frauen an politischen Prozessen.

Um den Zugang von Frauen zur Rechtssprechung zu bestärken, organisiert das Projekt juristische Bildungskurse und etabliert alternative Streitschlichtungsmechanismen, englisch Alternative Dispute Resolution (ADR). Das reduziert Verzögerungen in der Rechtssprechung und macht den juristischen Beistand für Frauen und Unterprivilegierte erschwinglich. Zusätzlich unterstützt die GTZ die so genannten Law Clinic der Universität Maiduguri, wo Frauen und Kinder kostenlosen Rechtsbeistand erhalten; außerdem bildet die Universität hier Mediatoren und Schiedsrichter aus.   

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

  • Immer mehr Frauen übernehmen politische Ämter.
  • Das Bewusstsein für Frauen- und Kinderrechte ist gestärkt.
  • Der kostenlose Rechtsbeistand für Frauen wird vermehrt in Anspruch genommen.
  • Die GTZ wirkt an der Überarbeitung des Child Right Act mit und hat sich für dessen Vorlage im Landesparlament stark gemacht.


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Frau Bolaji Aina
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