Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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Schwerpunkte in Nigeria
Trotz erheblicher natürlicher Ressourcen, gehört Nigeria zu den 30 ärmsten Ländern der Welt und rangiert auf Rang 151 von 177des Human Development Index von UNDP (2004). Im ländlichen Raum ist die Armut besonders ausgeprägt. Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen sank von US-Dollar 1000 im Jahr 1993 auf US-Dollar 400 im Jahr 2005. 37 Prozent der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze (weniger als 1 US-Dollar pro Tag). Hohe Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung führten in der Vergangenheit oft zu gewalttätigen sozialen Spannungen. Die Wirtschaftslage wird charakterisiert durch eine Konzentration auf den Ölexport (95 Prozent der Deviseneinnahmen, 20 Prozent des Bruttoinlandprodukts), eine geringe Produktivität in der Landwirtschaft und einen schwachen und wenig diversifizierten Industriesektor mit nur nur geringfügigen Re- oder Neuinvestitionen. Die Folgen sind eine ungleiche Einkommensverteilung und übersteigerte Importnachfrage im Vergleich zur Binnennachfrage. Produkte lokaler Hersteller entsprechen nicht mehr gängigen Standards und können sich nicht einmal am lokalen Markt durchsetzen. Dies erschwert sowohl die Schaffung von formalen Arbeitsplätzen als auch Wachstum im informellen Sektor. Um den Bedürfnissen des Landes zu entsprechen, fördert die GTZ im Rahmen der deutsch-nigerianischen Zusammenarbeit mit ihrem Programm "Beschäftigungsorientierte Wirtschaftsförderung" die nachhaltige Wirtschaftsentwicklung in zwei Bundesstaaten. Aufbauend auf den lokalen Wirtschaftspotenzialen wird die Entstehung und die Leistungsfähigkeit von Handwerks-, Dienstleistungs- und Verarbeitungsbetrieben durch
gefördert. Außerhalb der urbanen Zentren dominiert Landwirtschaft, deren vor- und nachgelagerte Bereiche hohe Beschäftigungs- und Einkommenspotenziale bergen. Das Programm nutzt diese Potenziale. Dabei findet die Förderung von jungen Menschen und Frauen besondere Berücksichtigung.
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