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Herr Dr. Werner Petuelli
E-Mail: werner.petuelli@giz.de

Förderung der Ernährungssicherung

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Förderung der Ernährungssicherung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Niger
Politischer Träger: Kabinett des Premierministers, Niger
Gesamtlaufzeit: 2009 bis 2011

Ausgangssituation

Die Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft Nigers unterliegt starken klimatischen Schwankungen. Immer wieder kommt es zu Schädlingsbefällen oder Unregelmäßigkeiten bei Regenzeitpunkt, Regenmenge oder -verteilung. Nahrungsmittelkrisen sind die direkten Auswirkungen auf die Bevölkerung. Die sich abzeichnende Klimaänderung und die weltweiten Preissteigerungen bei Getreide werden diese Problemlage zukünftig weiter verschärfen. Die innere Stabilität des Landes kann dadurch beeinträchtigt werden.

Ziel

Funktionsfähigkeit und operative Strukturen des nigrischen Koordinierungsinstruments zur Vorbeugung und Bewältigung von Nahrungsmittelkrisen (Dispositif National de Prévention et de Gestion des Crises Alimentaires – DN) sind nachhaltig aufgebaut.

Vorgehensweise

Die Regierung des Nigers ist sich des Problems wiederkehrender Nahrungsmittelkrisen und ihrer Auswirkungen bewusst und reagiert darauf mit der 2002 erarbeiteten Strategie zur Armutsbekämpfung. Die wesentlichen Aufgaben der nationalen Vorsorgeeinrichtung gegen Nahrungsmittelkrisen (Dispositif National de Prévention et de Gestion des Crises Alimentaires – DN) sind Aufbau und Management von Nahrungsmittelreserven. DN soll auf konjunkturelle Schwankungen der nationalen Versorgung mit Grundnahrungsmitteln reagieren und die Unterversorgungen betroffener Bevölkerungsgruppen temporär ausgleichen.

Die GIZ berät bei technischen, strategischen und politischen Fragen sowie zum Thema Ernährungssicherung und bei Monitoring und Evaluierung (M+E). Außerdem werden Mittel bereitgestellt, unter anderem zum Kauf von Getreide zur Wiederauffüllung der Getreidereserve, und Fortbildungsmaßnahmen durchgeführt.

Am DN sind die Regierung des Nigers, Deutschland, und derzeit dreizehn weitere Partner beteiligt.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Während einer Nahrungsmittelkrise 2009/10, in der sechs von zehn Haushalten Nahrungsmittelhilfe benötigten, verdoppelte die Bundesrepublik Deutschland ihre Unterstützung zum Ankauf von Getreide von drei auf sechs Millionen Euro. Mit diesem Beitrag wurde zur Erhöhung und Verteilung der Getreidereserve im Rahmen des Nothilfeprogramms 2010 beigetragen. Zusätzlich wurden Hirse- und Niébésaatgut gekauft und verteilt, um die neue Ernte sicherzustellen.

Durch fachliche und finanzielle Unterstützung des DN-Sekretariats (Cellule de la Crise Alimentaire – CCA), insbesondere der M+E-Abteilung, wurden administrative und organisatorische Leistungsfähigkeit der Institution verbessert. Die Transparenz der Maßnahmen sowie deren Effizienz und Wirkungen konnten erhöht werden. Die Vertrauensbildung bei nationalen und internationalen Partnern sowie bei der Bevölkerung gegenüber der nationalen Institution wird dadurch ebenfalls gefördert.


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