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Judith Hopp, GIZ IS Eschborn
E-Mail: judith.hopp@giz.de

Unterstützung des kommunalen Landmanagements

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Communal Land Support (CLS) Sub-Activity in the Agriculture Project in Namibia
Auftraggeber: Millennium Challenge Account (MCA) Namibia
Finanzier: Millennium Challenge Account (MCA)
Land: Namibia
Politischer Träger: Ministry for Lands and Resettlement (MLR)
Gesamtlaufzeit: 2010 bis 2014

Ausgangssituation

Boden ist in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern bis heute die wichtigste Produktionsressource. Der faire Zugang zu Land ist damit die Grundlage für die Minderung von Armut. Im bevölkerungsreichen Norden des südafrikanischen Staates Namibia wird Land gemeinschaftlich bewirtschaftet. Das kommunale Landmanagementsystem ist jedoch durch schlechte Verwaltung des Weidelands, Verschlechterung von Grund und Boden und unzureichende Regelung der Besitzverhältnisse geprägt.

Ein 2003 verabschiedetes Gesetz (Communal Land Reform Act) soll vor allem die Besitzverhältnisse besser regeln. Gesicherter Zugang zu Land und der Besitz von Land sollen gewährleistet werden. Das Gesetz ist jedoch bis heute nicht vollständig umgesetzt. Die Farmer können nach wie vor über die Nutzung ihres Landes nicht frei entscheiden; es kann ihnen vielmehr jederzeit streitig gemacht werden. Die traditionelle Art der Agrarverwaltung betrifft einen Großteil der Bevölkerung und ihre Subsistenzgrundlage.

Ziel

Offizielle Landtitel sichern den Bauern die Grundlage für produktive, nachhaltige Landnutzung. Die betroffenen Menschen sind so künftig besser in der Lage, ihre Existenz zu sichern und ihr Einkommen zu erhöhen Die Rolle der Frauen ist durch Landtitel in ihrem Namen gestärkt. Bedingungen für Auslandsinvestitionen sind im Interesse von Investoren und Landbevölkerung geklärt.

Vorgehensweise

Das Projekt wird in sechs Regionen im Norden des Landes auf etwa 244.000 Quadratkilometern umgesetzt. GIZ International Services (GIZ IS) unterstützt in Zusammenarbeit mit der Polytechnic Namibia das namibische Ministerium für Land und Umsiedlung (MLR) beim Aufbau eines Katasterwesens sowie bei der Einführung einer modernisierten Landverfassung und -verwaltung. Die Auswertung vorhandenen Bildmaterials zur Bestimmung der aktuellen Besitzverhältnisse dient als Grundlage. Die anschließende Erstellung von exakten Karten ist für die weitere Planung notwendig.

Für eine auf die regionalen Verhältnisse zugeschnittene Landregistrierung werden Modellverfahren entwickelt. So können Landwirte künftig offizielle Land-/Pachtzertifikate erhalten. Die Betroffenen können zukünftig ihre Existenz so besser sichern und ihre Einkommen erhöhen. Zusätzlich wird die Rolle der Frauen gestärkt, da in ihrem Namen nun Land registriert werden kann. Die gesicherten Landrechte klären auch die Bedingungen für Investitionen aus dem Ausland, im Interesse von Investoren und Landbevölkerung. Durch die Einführung einer modernen Landverwaltung und -verfassung sowie eines Katasterwesens wird im Zusammenhang mit der Vergabe von Landtiteln ein neues System mit festen Strukturen zur Regelung von Besitzverhältnissen entstehen und sich etablieren.

Die Mitarbeiter des Ministeriums und der kommunalen Landausschüsse werden bei der Umsetzung des Gesetzes zur Landreform beraten und für eine moderne Landverwaltung qualifiziert. Lokale Behörden wie kommunale Landausschüsse und traditionelle Autoritäten werden dadurch gestärkt. Eine begleitende Kommunikationskampagne informiert die Bevölkerung über die neuen Möglichkeiten.

Namibia. Mitarbeiterin einer der lokalen Behörden beim Kartografieren. © GTZ


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Judith Hopp, GIZ IS Eschborn
E-Mail: judith.hopp@giz.de
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