Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Partnerschaft für ein breitenwirksames WachstumProgrammkurzbeschreibung
Bezeichnung: Programm Partnerschaft für ein breitenwirksames Wachstum
Ausgangssituation
Fast zwei Jahrzehnte sind seit der Unabhängigkeit Namibias vergangen, aber noch immer lebt ein Drittel der Menschen in großer Armut. Die Einkommensunterschiede innerhalb der Bevölkerung sind gigantisch und die Wirtschaft des Landes zweigeteilt: Einerseits ein Wirtschaftssystem wie in jedem Industrieland, andererseits geht es im Norden des Landes bei vielen Bewohnern um das reine Überleben. Dort leben etwa die Hälfte der Bevölkerung und die überwiegende Mehrheit aller Armen. Die Arbeitslosigkeit liegt bei fast 40 Prozent. Die Wirtschaftstruktur des Landes ist nicht vielfältig genug und kleine und mittlere Unternehmen stehen vor hohen Hürden. Denn: Die gesetzlichen und administrativen Rahmenbedingungen sind noch zu lückenhaft und es fehlen Institutionen und Fachpersonal zur KMU-Förderung. Das Angebot an Unternehmensdienstleistungen im nicht-finanziellen Bereich orientiert sich nicht an den Bedarfen der Betriebe. Der Zugang zu Finanzdienstleistungen, vor allem in den ländlichen Gebieten, ist für kleine und mittlere Unternehmen sehr eingeschränkt. ZielDie Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliches Wachstum und Beschäftigung sind besonders in der Nordregion Namibias verbessert. Der Zugang zu finanziellen und nicht-finanziellen Dienstleistungen, die Umsetzung lokaler Wirtschaftsförderstrategien und förderliche Rahmenbedingungen für unternehmerisches Handeln führen zu intensivierten wirtschaftlichen Aktivitäten der kleinen und mittleren Betriebe und zu mehr Beschäftigung. VorgehensweiseNeue Ideen und Veränderungen sind nur machbar, wenn der Status quo bekannt ist. Aus diesem Grund unterstützt die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das Wirtschaftsministerium bei der Durchführung einer Befragung, mit der erstmalig in der Geschichte des Landes Unternehmensdaten erhoben und ausgewertet werden. Diese erfasst die in Namibia ansässigen Unternehmen, deren Umsätze, Mitarbeiterzahl und Gewerbeart. Damit lassen sich Chancen und Risiken der Wirtschaftzweige einfacher feststellen und zugeschnittene Hilfestellungen entwickeln. Aber auch Verbände und Wirtschaftskammern sind gefragt. Sie sollen die Unternehmer vertreten und ihre Probleme in die Politik tragen. Gerade die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) haben noch keine wirksame Lobby. GIZ mit Verbänden und Kammern gehen dieses Thema an und tragen ihre Ergebnisse in die Ministerien hinein. Ein öffentlich-privatwirtschaftlicher Dialog hat so begonnen. Neben der Politikberatung spielen die Entwicklung des namibischen Finanzsystems sowie die gezielte Förderung der Wirtschaft in den unterschiedlichen Regionen eine entscheidende Rolle. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeDie GIZ hat erfolgreich eine landesweit agierenden Spar- und Mikrofinanzverein initiiert, der Kredite und Finanzprodukte für Kleinst- und Kleinunternehmer vertreibt. Das Modell war so erfolgreich, dass der Verein inzwischen in eine offizielle Mikrofinanzbank überführt wurde. Ein wichtiges Thema der Zukunft ist für die GIZ die Bildung in Finanzbelangen vor allem der ärmeren Bevölkerung. Informationsveranstaltungen für Schüler, Eltern, Angestellte und KMUs machen diese fit in Fragen Finanzprodukte. Um die Wirtschaft auch auf lokaler Ebene zu stärken, haben GIZ und die Wirtschaftkammern einen Dialog mit Unternehmern und Lokalverwaltungen begonnen. Sie hinterfragen die wirtschaftlichen Potenziale der Gegend, in der sie leben und entwickeln diese weiter. Konkrete Aktivitäten aus diesen Treffen befinden sich bereits in der Pipeline, erste Kommunen konnten das Wirtschaftsgefüge deutlich verbessern und damit Arbeit sowie Einkommen für die Bevölkerung schaffen.
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