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E-Mail: daniel.bagwitz@giz.de

Wirtschaftsförderung

Kleingewerbeförderung im informellen Sektor in Namibia. © GTZ 2004.

Insgesamt ist die namibische Wirtschaft im Vergleich zu anderen Ländern in Afrika südlich der Sahara mit einem Wirtschaftswachstum von etwa 3,5 Prozent und einem durchschnittlichen Einkommen von 2.000 US-Dollar und guter Wachstumsraten als stabil einzuschätzen. Dennoch hat sich das Wirtschaftswachstum in den vergangenen Jahren verringert. Die Kernprobleme der namibischen Volkswirtschaft sind die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit und die hieraus resultierende ungleiche Einkommensverteilung. Des Weiteren steht ein nur geringer Anteil des sekundären Sektors einem hohen Anteil des informellen Sektors gegenüber und die Struktur des Außenhandels ist unausgewogen. Es mangelt an Finanzdienstleistungen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), außerdem hat das Land Defizite im staatlichen „Wirtschaftssektor“ und weist nur eine geringe Investitionstätigkeit auf.

Zur Stärkung der namibischen Wirtschaft führt die GTZ ein Programm durch, dass sich auf folgende drei Komponenten konzentriert:

  • Verbesserte Entwicklung und mehr Wachstum im Kleingewerbesektor. Dies umfasst eine Auswertung und Überarbeitung der aktuellen namibischen Kleingewerbe-Politik, periodische Erhebungen (Zensus) der Betriebe landesweit sowie Förderung der Zusammenarbeit von öffentlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren und Zweckverbänden.
  • Verbesserung des Unterstützungsangebotes für kleine und mittlere Betriebe durch leichteren Zugang zu finanziellen Ressourcen und allgemeinen Beratungsdienstleistungen. Ein bereits bestehendes Pilotprogramm für Kleinstbetriebe im Norden Namibias wird ausgebaut, um eine Verbindung zwischen dem formalen Bankensystem und kleinen und kleinsten Gewerben anzuregen.
  • Förderung von günstigen Bedingungen auf lokaler Ebene für Kleingewerbe durch die Koordination von lokalen Interessenvertretern sowie den Regionalbehörden und den Städten. Die Regierung wird bei der Entwicklung und Formulierung eines Weißbuch (White Paper) für lokale Wirtschaftsförderung unterstützt.


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