Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Management natürlicher Ressourcen
Die klimatischen, geologischen und topographischen Charakteristika kennzeichnen Namibia als das arideste Land südlich der Sahara. Die natürlichen Ressourcen Boden, Wasser, mineralische Rohstoffe, Biodiversität und landschaftliche Integrität bilden die Basis für die wirtschaftliche Entwicklung Namibias und sind von zentraler Bedeutung für die ökologische Stabilität des Landes. Zwischen den drei bedeutendsten Landnutzungsarten Landwirtschaft, Bergbau und Tourismus verschärfen sich jedoch zunehmend konkurrierende Nutzungsansprüche. Darüberhinaus weist das Land erhebliche, historisch bedingte Disparitäten bei der Verteilung der Ressourcen und der Einkommen innerhalb der Bevölkerung und den verschiedenen Regionen auf. Jahrzehntelange Kolonialherrschaft und Apartheid verweigerten der schwarzen Bevölkerung Zugang zu Land und anderen Ressourcen. Namibia ist weiterhin mit massiven Landproblemen konfrontiert. Insbesondere die Auflösung traditioneller Landnutzungsrechte in den Kommunalgebieten und der unausgewogene Zugang zu kommerziellem Farmland charakterisieren die derzeitige unangepasste Bodenrechtssituation und stellen eine Gefahr für die soziale und politische Stabilität des Landes dar. Die Umsetzung der Landreform in den kommerziellen Gebieten über verschiedene Umverteilungsmechanismen wie das staatliche Kreditprogramm sowie das Umsiedlungsprogramm besitzt hohe politische Relevanz. Zugleich haben die Reformen in den kommunalen Gebieten hohe Wirkungen auf die Wirtschaft, da Flächen zunehmend produktiver bewirtschaftet werden können. Um die nachhaltige Nutzung von Waldressourcen zu gewährleisten hat der Staat begonnen Nutzungsrechte für Waldareale und wildreiche Gebiete an lokale Siedlungsgemeinschaften zu übertragen. Das bislang betriebene Nutzungsmodell der Hegegebiete (Communal Conservancies) soll zukünftig mit dem Ansatz der Gemeindewälder vernetzt werden, um den jeweiligen Gemeinschaften einen größtmöglichen Nutzen aus diesen Ressourcen zu gewähren. Darüberhinaus hat die internationale Nachfrage der Bergbauindustrie in Namibia einen bisher unbekannten Boom ausgelöst und die konkurrierenden Nutzungsansprüche an den knappen Ressourcen Wasser und Böden verschärft.
Besonders die Versorgung mit Wasser ist im trockensten Land südlich der Sahara äußerst kritisch. Auch wenn mit Hilfe der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in den letzten Jahren ein dezentralisiertes und effizientes Management in diesem Sektor etabliert werden konnte, stellt die nachhaltige Nutzung der Ressource Wasser weiterhin eine große Herausforderung dar. Durch die namibisch-deutsche Entwicklungszusammenarbeit im Schwerpunkt „Management natürlicher Ressourcen“ soll einerseits eine gerechtere Verteilung und eine nachhaltig produktivere Nutzung für benachteiligte Gruppen gesichert werden, andererseits sollen die ökologisch wertvollen Ressourcen und Potentiale Namibias bewahrt werden. Das Vorhaben trägt auf diesem Wege zu einer verbesserten Umweltsituation, der Stabilisierung und Verbesserung der Produktionsbasis sowie der ländlichen Einkommen bei.
Landreform: Gerechte Verteilung und Zugang zu Land sowie verbesserte Einkommen durch nachhaltige Landnutzung Umwelt: Verbesserte Rahmenbedingungen für nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen Wasser: Unterstützung von Integriertem Wasserressourcenmanagement, insbesondere im dicht bevölkerten zentralen Norden Namibias
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