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Herr Gert Flaig
E-Mail: gert.flaig@giz.de

Verbesserung der Grund- und Berufsbildung

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Verbesserung der Grund- und Berufsbildung (Pro-Educação)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Mosambik
Politischer Träger: Mosambikanisches Bildungs- und Kulturministerium
Gesamtlaufzeit: 2003 bis 2015

Ausgangssituation

Mosambik. Schülerin einer Dorfschule. © GTZ

Für viele Mädchen und Jungen in Mosambik hat sich in den vergangenen Jahren der Zugang zur Grundbildung sehr stark verbessert. Die Eintrittsrate der Sechsjährigen in die Primarstufe ist von knapp 30 Prozent (2000) auf etwas mehr als 70 Prozent (2008) gestiegen. Allerdings ist die Qualität der Bildung immer noch unzureichend und die Zahl der Schulabbrecher weiterhin sehr groß. Nur 46 Prozent aller Schülerinnen und Schüler beenden die 7. Klasse und erreichen damit einen Primarschulabschluss. Mädchen sind besonders betroffen.

Für die steigenden Schülerzahlen stehen viel zu wenige ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer zur Verfügung. Auf 71 Schüler kommt nur 1 Lehrer. Dies ist einer der Gründe dafür, dass das Bildungssystem erhebliche qualitative Mängel aufweist, die sich in der Berufsbildung fortsetzen. Nach deren Abschluss finden drei Viertel der Berufsschulabgänger keine Arbeitsstelle in ihrem Berufsfeld, da die Berufsbildung nicht arbeitsmarktorientiert stattfindet. Mangelhafte Grundbildung und unzureichend beschäftigungsorientierte Berufsbildung führen unmittelbar zu schlecht bezahlten, wenig produktiven Tätigkeiten und dauerhafter Armut.

Ziel

Kinder, Jugendliche und besonders junge Frauen erhalten lebensweltorientierte Grundbildung und beschäftigungsorientierte Berufsbildung in guter Qualität.

Vorgehensweise

Das Programm, das die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchführt, arbeitet vollständig integriert in die Bildungsstrategie und die Berufsbildungsreform der mosambikanischen Regierung. Es verfolgt einen mit allen Gebern abgestimmten, programmbasierten Ansatz. Mit den deutschen Partnern der Entwicklungszusammenarbeit (EZ), der KfW Entwicklungsbank sowie dem Centrum für internationale Entwicklung und Migration (CIM) besteht eine arbeitsteilige, komplementäre Zusammenarbeit, die ein geschlossenes Auftreten der deutschen EZ garantiert.

Die Beratungsfirma Integration GmbH arbeitet im Bereich der beruflichen Bildung im Auftrag der GIZ vor allem bei der Entwicklung und Umsetzung der am Arbeitsmarkt orientierten Curricula.

Die Schwerpunkte des Programms sind:

  • Bildungspolitikberatung auf nationaler und dezentraler Ebene sowie unterstützende Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung der Grundbildung in den Provinzen Inhambane, Sofala und Manica
  • Stärkung nationaler Politik und Planungskompetenzen im Geberverbund nach den Prinzipien der Pariser Erklärung über die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit (2005)
  • Kompetenzverbesserung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bildungsverwaltungen und Schulen bei Bildungsplanung und (Finanz-)Management
  • Beratung zur Verbesserung der Lehreraus- und -fortbildung sowohl berufsbegleitend als auch an den Lehrerbildungsinstituten, unter anderem Erarbeitung neuer methodisch-didaktischer Konzepte, lokal angepasster Lehrpläne und eines integrierten Supervisionssystems
  • Beratung der mosambikanischen Berufsbildungskommission bei der Umsetzung der neuen, am Arbeitsmarkt orientierten Berufsbildungsreform
  • Verbesserung der Qualität non-formaler Grundbildungsangebote für Jugendliche und Erwachsene ohne abgeschlossene Grundbildung und Orientierung dieser Angebote am Bedarf des Arbeitsmarktes

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

In den Provinzen, in denen das Programm tätig ist, hat sich die Qualität der Bildung stark verbessert. Beispielhaft erprobte Konzepte wurden für die landesweite Einführung aufgearbeitet. Eine Lehrerausbildungsstrategie wurde erarbeitet und wird landesweit umgesetzt. Die Bildungsverwaltungen verbesserten ihre Bildungsplanung sowie das Management ihrer Finanzmittel. Handreichungen zur Umsetzung des strategischen Plans wurden entwickelt und landesweit eingeführt, ebenso wie lokale Lehrpläne und Module zur Bekämpfung von HIV und Aids. Weitere erprobte Konzepte stehen nach positiver Evaluierung ebenfalls vor einer erweiterten Umsetzung (scaling up).

Eine nationale Berufsbildungsreformkommission unter Beteiligung privater und öffentlicher Vertreter wurde eingerichtet und setzt nun die nationale, arbeitsmarktorientierte Berufsbildungsreform um.


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