Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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HIV/Aids-BekämpfungProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Kooperationsvorhaben Multisektorale HIV/Aids-Bekämpfung
Ausgangssituation
Mosambik hat eine der höchsten HIV/Aids-Infektionsraten in Afrika. 1998 waren etwas mehr als acht Prozent der Bevölkerung im Alter zwischen 15 und 49 Jahren als HIV-positiv bekannt, bis zum Jahr 2004 verdoppelte sich diese Zahl. Eine Umkehr des Trends ist noch nicht erkennbar. Frauen und Mädchen sind besonders betroffen, jede fünfte Frau trägt den HI-Virus. Die mosambikanische Regierung hat im nationalen Plan zur Armutsbekämpfung das Vorgehen gegen HIV/Aids als nationalen Notstand bezeichnet. Im Mai 2000 wurde der Nationale Aids-Rat Conselho Nacional de Combate ao SIDA (CNCS) gegründet. Alle relevanten Ministerien, Glaubensgemeinschaften und nationalen Nichtregierungsorganisationen (NRO) sind darin vertreten. Der jährlich aktualisierte nationale Operationsplan wird jedoch nur zögernd umgesetzt. Es mangelt an Kompetenzen und Personal, Verfahren sind ineffizient, die unterschiedlichen Ebenen kommunizieren schlecht. Der private Sektor und Nichtregierungsorganisationen sind nur schwach organisiert. Das traditionelle, gesellschaftliche Rollenverständnis zwischen den Geschlechtern verschlimmert die Situation für Frauen und Mädchen. Die gesetzlich vorgegebenen staatlichen Gesundheitsdienstleistungen sind nicht kundenorientiert. Die ländliche Bevölkerung hat kaum Kenntnisse über die Infektion und Möglichkeiten ihrer Vermeidung. ZielVerbesserte HIV/Aids-Strategien werden auf allen gesellschaftlichen Ebenen umgesetzt. Qualifizierte Dienstleistungen für präventive und kurative Versorgung sowie Betreuungsangebote für HIV-Infizierte stehen zur Verfügung. Die besonderen Bedürfnisse von Frauen und Mädchen werden berücksichtigt. Vorgehensweise
Wirkung – Was bisher erreicht wurdeIn der Programmregion verlangsamt sich die Zunahme von HIV-Infektionen (Plateaubildung), während die Infektionsrate im Landesdurchschnitt noch immer ansteigt. Jugendliche in diesem Gebiet haben inzwischen verbesserte Kenntnisse über HIV/Aids. Mehr Wissen führt zu bewussterem Verhalten, was sich in der zunehmenden Hinwendung zu freiwilligen HIV-Tests und im Gebrauch von Verhütungsmitteln zeigt. Durch Fortbildungen konnten die Mitarbeiter in den Verwaltungen die administrativen Prozesse verbessern. Verantwortlichkeiten werden stärker wahrgenommen. Kompetenzen konnten auch in den Delegationen von CNCS und in NRO gesteigert werden. Die nationale HIV/Aids-Politik kann zunehmend erfolgreich umgesetzt werden, auch in angestrebten Netzwerkverbindungen der Bereiche Landwirtschaft und Bildung. Aufklärungsbroschüren und Videofilme konnten produziert und für Schulen bereitgestellt werden. So lernt vor allem die junge Generation zeitgemäße Geschlechterrollen kennen. Mit den Kampagnen zum sozialen Lernen konnte weite Teile der Zivilgesellschaft in der Programmregion erreichet werden. Durch die finanzielle Beteiligung am Fundo Commum ist die deutsche EZ an maßgeblichen Planungs- und Entscheidungsprozessen auf nationaler Ebene beteiligt. Dort kann das Programm die Erfahrungen aus den Provinzen bei Planungs- und Entscheidungsprozessen des nationalen Aids-Rates einbringen. Der Mitmachparcours (im Bild ein Puzzle zu Freundschaft und Liebe) fördert das soziale Lernen der jungen Generation
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