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Schwerpunkte in Mauretanien

Demokratisierung und Gute Regierungsführung

Grundlage für die Förderung der Guten Regierungsführung ist die Unterstützung der Nationalversammlung, des mauretanischen Rechnungshofes und der Gemeinden im Rahmen des Dezentralisierungsprozesses sowie die Stärkung der gesellschaftlichen und juristischen Stellung der Frau (Gender Policy), insbesondere durch die Förderung weiblicher Abgeordneter in den Gemeinderäten und im Parlament. Hinzu kommt die Unterstützung bei der Formulierung einer kohärenten Politik zur Armutsbekämpfung.

Im Rahmen dieser Politik sollen tragfähige Strukturen zur Stärkung marginalisierter Bevölkerungsgruppen unter besonderer Berücksichtigung der Belange von Frauen geschaffen werden. Besondere Berücksichtigung finden dabei die Belange von Frauen. Die unternehmerischen Fähigkeiten der Zielgruppen im urbanen und ländlichen Raum werden ebenfalls gefördert. Dazu sollen auch die Entwicklung und Umsetzung regionaler Armutsbekämpfungsstrategien dienen.

Ressourcenmanagement

Ein besonderer Akzent der Zusammenarbeit mit Mauretanien liegt auf dem Management natürlicher Ressourcen, deren Rahmen durch den Nationalen Umweltaktionsplan (PANE) und die Umsetzung der internationalen Umweltkonventionen vorgegeben ist. Die traditionellen Regelungssysteme für die Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen haben infolge des gesellschaftlichen Wandels an Wirksamkeit verloren. Die Anpassung an die neuen Gegebenheiten einer weitgehend sesshaften Bevölkerung scheitert an den rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen sowie am Fehlen eines lokalen Fördersystems für die unterschiedlichen Ressourcennutzer. Die Verknüpfung von lokalen Maßnahmen zur nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen in ausgewählten Regionen mit der Anpassung des institutionellen und rechtlichen Rahmens auf nationaler Ebene ist deshalb zentraler Bestandteil des Schwerpunktprogramms "Management natürlicher Ressourcen".

Die Notwendigkeit zur Anpassung gilt auch für die See- und Küstenfischerei, die durch die starke Nutzung der großen Fischereiressourcen des Landes durch internationale Fangschiffe und handwerkliche Küstenfischerei heute nicht nur vor der Frage der Kontrolle, sondern auch des Schutzes der  Bestände steht.  Denn Ziel ist es, langfristig eine nachhaltige, ertragsreiche Bewirtschaftung dieser sehr wichtigen Ressource Mauretaniens zu gewährleisten.

Die regionale Verteilung der Programmkomponenten im Schwerpunktbereich (an der Küste: Naturschutz und Erhalt der Fischereiressourcen; im Osten: nachhaltige Bewirtschaftung von Feuchtgebieten mit hoher Bedeutung für die mobile Viehhaltung und die Biodiversität; im Südosten: integriertes Ressourcenmanagement auf gemeinschaftlich genutzten Wald-Weide-Flächen) ist so gewählt, dass die wesentlichen soziologischen, ökonomischen und ökologischen Besonderheiten des Landes berücksichtigt werden. Regionale Komponenten werden durch Politikberatung in den zuständigen Ministerien und Fachbehörden flankiert.

Im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Mauretanien arbeitet die GTZ beim Management der natürlichen Ressourcen des Landes einschließlich Fischerei mit der KfW Entwicklungsbank zusammen.


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