Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Management natürlicher RessourcenProgrammkurzbeschreibung
Bezeichnung: Programm Management natürlicher Ressourcen (ProGRN)
Ausgangssituation
Im trockenen (ariden) Mauretanien ist die Lebensgrundlage der Bevölkerung durch die Übernutzung von Grassteppen und Buschwaldflächen stark gefährdet. Frauen, die Kleintiere halten sowie Holz- und andere Produkte zum Verkauf herstellen, sind besonders betroffen. Im Wattenmeer-Nationalpark Banc d’Arguin und in den Feuchtgebieten im trockenen Osten des Landes, beides auch Ruheraum für Zugvögel aus Europa, ist ein Rückgang der Artenvielfalt zu beobachten. Der Zugang zu Wasser für die dominierende Wanderviehhaltung wird gleichzeitig zunehmend konfliktträchtig. Die Gestaltung von Rahmenbedingungen, die eine umweltverträgliche Rohstoffnutzung (Erdöl und Bergbau) erlauben, steht erst am Anfang. Hauptgrund für die Verschärfung der Situation ist der gesellschaftliche Wandel. Durch Bevölkerungswachstum, Sesshaftwerden der früher nomadischen Bevölkerung sowie Parallelität von islamisch geprägtem Gewohnheitsrecht und modernen Gesetzen haben die traditionellen Regelungssysteme für die Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen an Wirksamkeit verloren. Das führt dazu, dass die Bevölkerung die natürlichen Produktionsgrundlagen übernutzt. Erst 2006 wurde in Mauretanien eine Umweltbehörde eingerichtet. Die Leistungsfähigkeit der mit Politikgestaltung und -umsetzung befassten Stellen ist wegen Mangel an qualifiziertem Personal und fehlender Behördenpraxis unzureichend. Der Staat kann seinen regulierenden und fördernden Aufgaben deshalb nicht im erforderlichen Maße nachkommen. ZielDie Naturressourcen in den bedeutenden Ökosystemen Mauretaniens werden nachhaltig bewirtschaftet. Teilziele des Programms beziehen sich auf die Politikberatung auf nationaler Ebene, die Befähigung der Bevölkerung, ihre Handlungsspielräume bei der lokalen Regelung der Nutzung besser wahrzunehmen sowie die Verbesserung der Kompetenzen der dafür notwendigen Beratungsorganisationen. Vorgehensweise
Grundlage des Programms ist der Nationale Umweltaktionsplan (Programme d’action national pour l’environnement et le développement durable – PANE). Er wird in den Komponenten des Programms fallweise in Kooperation mit multi- und bilateralen Gebern in Mauretanien wie Weltbank, Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Development Programme – UNDP), Frankreich, Spanien, umgesetzt. Das Programm arbeitet eng mit der KfW Entwicklungsbank zusammen. Ziel aller Programmaktivitäten ist es, Veränderungsprozesse bei unterschiedlichsten Akteuren zu initiieren und zu begleiten. Das Programm erreicht die Bevölkerung über private Dienstleister wie Nichtregierungsorganisationen und lokale Ingenieurbüros, sowie staatliche Fachdienste und berufsständische Organisationen der Viehhalter. Diese Mittler sowie Partner in den nationalen Behörden werden durch internationale Fachkräfte angeleitet, beraten und fortgebildet. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeMit der Verabschiedung der Durchführungsverordnung zum neuen Forstgesetz sind lokale Vereinbarungen zwischen allen Ressourcennutzern ein legales Instrument. Der vom Programm entwickelte Ansatz zu Nutzungsvereinbarungen wird auf 60 Prozent der Fläche der Programmregion angewendet: 125.000 Bewohner nutzen nachhaltige Methoden zur Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen. Der Managementplan für den Nationalpark Banc d'Arguin ? Grundlage für einen Programmansatz aller Geber ? und die Instrumente zum Finanzmanagement sind nicht nur beispielhaft für die Umsetzung der Pariser Erklärung über die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit (2005). Sie erhöhen auch die Verantwortung der nationalen Partner für die zu erreichenden Ergebnisse. Zur nachhaltigen Finanzierung des UNECO-Weltnaturerbes wurde ein Offshore-Kapitalfonds gegründet. 2009 wurden erstmals rund 15 Umweltverträglichkeitsprüfungen ordnungsgemäß abgeschlossen. Der Mitarbeiter einer Bergbaufirma bemerkt dazu: "Bei der vorbeugenden Abschätzung von Umweltfolgen industrieller Aktivitäten hat die GTZ in den zuständigen Ministerien einen Stein ins Rollen gebracht, der sich nicht mehr so leicht aufhalten lässt."
Weiterführende Informationen
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