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Nachhaltige Strukturen für das GesundheitswesenProgrammkurzbeschreibung
Bezeichnung: Nachhaltige Strukturen für das Gesundheitswesen
Ausgangssituation
Das malawische Gesundheitswesen ist nicht ausreichend leistungsfähig. Sehr hohe Mütter- und Kindersterblichkeit, weit verbreitete Malaria, Tuberkulose und HIV/Aids sind die Folgen. Wesentliche Ursachen sind eklatanter Personalmangel, schwache Infrastruktur und unzureichende Ausstattung der Gesundheitseinrichtungen. Das Management der Gesundheitsdienste auf zentraler Ebene und in den Distrikten ist ineffektiv und ineffizient. Begrenzte Leistungsfähigkeit, Motivationsprobleme, unklare Kompetenzzuweisungen, mangelnde Aufsichtsfunktionen innerhalb des öffentlichen Dienstes und eine schwache demokratische Kontrolle spielen eine zentrale Rolle. ZielDie Versorgung der Bevölkerung mit grundlegenden Gesundheitsdiensten ist verbessert. Vorgehensweise
Ein gemeinsames Programm der malawischen Regierung mit bilateralen und multinationalen Partnerorganisationen (sector wide approach – SWAp) soll die Verfügbarkeit von Gesundheitsdiensten sicherstellen und eine ausreichende Grundversorgung für die Bevölkerung gewährleisten. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt dieses Reformprogramm durch Beratung des Gesundheitsministeriums, Verbesserung des medizinischen Angebots und Personalentwicklung. Unterstützung der Dezentralisierung im Gesundheitssektor Regionale Gesundheitsbüros (Zonal Health Support Offices – ZHSO) wurden als Bindeglied zwischen politischer und ausführender Ebene geschaffen. Zusammenarbeit mit privaten und kirchlichen Gesundheitsorganisationen Personalentwicklung Wirkung – Was bisher erreicht wurdeDie Gesundheitsbüros leisten wertvolle Beiträge zur Qualitätssicherung in den nachgeordneten Gesundheitseinrichtungen und Managementstrukturen. Über die Hälfte des Gesundheitsetats geht direkt an die Distrikte. Die Gelder werden in Verantwortung der Gebietskörperschaften von den Distriktmanagementteams bewirtschaftet. Lokale Lösungen für Gesundheitsprobleme können so mit effizienterem Mitteleinsatz entwickelt und umgesetzt werden. Seit 2006 werden Dienstleistungsverträge zwischen kirchlichen und einigen privaten Gesundheitsinstitutionen einerseits und den Distriktverwaltungen andererseits abgeschlossen. Bisher sind über 60 Kooperationen entstanden. Die gesundheitliche Betreuung von Kindern, Schwangeren und jungen Müttern erfolgt seitdem in den beteiligten Gesundheitszentren und Krankenhäusern kostenlos. Finanziert wird dies durch den gemeinsamen Fonds von Gesundheitsministerium und Gebern. Die Bevölkerung Malawis hat so verbesserten Zugang zu Basisgesundheitsdiensten. Messbar ist dies unter anderem an der steigenden Anzahl fachlich betreuter Entbindungen, die 2009 bei mehr als 50 Prozent lag. An den medizinischen Fakultäten der Universitäten hat sich die Zahl der Absolventinnen und Absolventen zwischen 2002 und 2008 verdreifacht. Ähnliches gilt für Krankenschwestern, Hebammen und anderes medizinisches Personal. Die Anzahl der Neueinstellungen im öffentlichen Dienst nahm 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent zu. Hierdurch konnte der Personalmangel leicht abgebaut werden. Downloads
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