Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Forum für Dialog und FriedenProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Forum für Dialog und Frieden
Ausgangssituation
Seit dem politischen Wechsel zu einem Mehrparteiensystem 1994 hat die malawische Gesellschaft zunehmend mit politischen und sozialen Konflikten zu kämpfen. Sie werden meist nicht offen, transparent und gewaltfrei geregelt. Besonders im Vorfeld von Wahlen kommt es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Entscheidungsträgern des Staates und der Zivilgesellschaft. Kompetenzen und Kräfte für eine konstruktive Konfliktbearbeitung sind nur begrenzt vorhanden. Weite Teile der Bevölkerung sind zudem von einer partizipativen, armutsorientierten und demokratischen Politikgestaltung ausgeschlossen. ZielAkteure aus staatlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen in Malawi führen effiziente und bürgernahe Maßnahmen zur gewaltfreien Konfliktbearbeitung und Krisenprävention durch. Demokratische Strukturen sind stabilisiert, die Politikgestaltung ist partizipativ und armutsorientiert. Vorgehensweise
Qualifizierung und Vermittlung von Kompetenzen zur Prävention und Bearbeitung von Konflikten Vernetzung von staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen Die erfolgreiche Umsetzung des Konzepts hat zu zwei Kofinanzierungen durch das britische Department for International Development (DfID) geführt. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeDas Forum für Dialog und Frieden hat zwischen 2002 und 2009 die malawische Gesellschaft bei der Prävention und der friedlichen Beilegung von Konflikten unterstützt. Die Erfahrungen dieses innovativen Projekts unterstreichen die wichtige Rolle von Konfliktprävention und Dialogförderung in der Unterstützung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratisierung. Die Umsetzung des malawischen Verfassungsprinzips der friedvollen Schlichtung von Konflikten wurde in seiner Umsetzung durch verschiedenste Akteure gefördert. Staatliche und nichtstaatliche Institutionen wurden in ihren Konfliktschlichtungskompetenzen gestärkt und setzen diese erfolgreich um. Nationale und dezentrale Konfliktschlichtungsausschüsse haben zur Zusammenarbeit von zivilgesellschaftlichen und politischen Akteuren geführt und tragen zu konstruktiven Konfliktlösungsprozessen bei. Die beiden Regionalbüros im Norden (Rumphi) und im Süden (Mulanje) haben dazu beigetragen, soziale und politische Konflikte zu entschärfen sowie teilweise auch zu lösen. Der Zugang zu traditionellen Rechtsystemen auf kommunaler Ebene wurde konzeptionell und operational verbessert. Trainingsmodule haben die Handlungsmöglichkeiten in den Institutionen und die Potenziale der Akteure bei Konfliktarbeit, Krisenprävention und Dialogarbeit entscheidend vergrößert. Institutionen wie Universität, Armee und Polizei haben Konfliktmanagement in ihre regulären Curricula aufgenommen. 2004 wurde das malawische Friedensabkommen unterzeichnet, in dem sich alle gesellschaftlichen Kräfte auf ein gewaltfreies Miteinander im Vorfeld von Wahlen verständigt haben. Mehrparteienausschüsse in allen Distrikten haben, insbesondere im Vorfeld der Wahlen, den Ausbruch gewaltsamer Konflikte verhindert und die Zahl der bei der malawischen Wahlkommission eingereichten Klagen wesentlich verringert. Vom Projekt geschulte und betreute Mediatoren sind bei politischen Konflikten auf nationaler Ebene von den Streitparteien mit der Mediation beauftragt worden und haben 2007 und 2008 wesentlich zur Entschärfung von Konflikten zwischen Regierung und Opposition beigetragen.
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