Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Verbesserung der GrundbildungProgrammkurzbeschreibung
Bezeichnung: Verbesserung der Grundbildung in Malawi
AusgangssituationSeit Einführung der gebührenfreien Primarschule 1994 sind die Einschulungsraten in Malawi erheblich gestiegen. Auf die Ausbildungsqualität hat sich dies jedoch negativ ausgewirkt. Das Primarschulwesen hat zahlreiche Mängel: geringe Unterrichtsqualität, hohe Schulabbruch- und Wiederholerquoten sowie häufige Abwesenheit von Kindern wie Unterrichtenden vom Unterricht. Ursachen sind gravierender Lehrermangel und unzureichende Klassenräume, unpassende Lerninhalte und fehlende Lehr- und Lernmitteln. Die Lehrenden sind schlecht ausgebildet und häufig abwesend, die Schulverwaltungen ineffizient. Die Schülerinnen und Schüler sind oft nicht ausreichend ernährt; sie müssen zum Familienunterhalt beitragen oder leiden an Krankheiten wie HIV/Aids und Malaria. Frühe Heirat der Mädchen und schädliche traditionelle Praktiken wie weibliche Genitalverstümmelung stehen einer besseren Bildung entgegen. ZielQualität und Effizienz der Grundbildung in Malawi sind verbessert. VorgehensweiseDas Projekt berät die malawische Regierung bei ihrer Bildungspolitik. Es unterstützt die Erarbeitung und Einführung eines methodisch und inhaltlich revidierten Lehrplans, die Entwicklung von Lehr- und Lernmaterialien sowie die Verbesserung der Aus- und Fortbildung von Lehrpersonal. Bildungsangebote für Schulabbrecher werden ergänzend erarbeitet und erprobt. In einem gemeinsamen Programm mit anderen internationalen Gebern (sector wide approach – SWAp) unterstützt die GIZ darüber hinaus das Bildungsministerium bei der Verbesserung der Leistungsfähigkeit im Bildungssektor, der Dezentralisierung der Schulverwaltung und bei der Weiterentwicklung des nationalen Qualitätsmanagements. Maßnahmen der KfW Entwicklungsbank ergänzen das Projekt. Die KfW Entwicklungsbank saniert und erweitert sechs malawische Lehrerbildungseinrichtungen. Die GIZ unterstützt das Management dieser Einrichtungen durch Fachkräfte und fördert die Verbesserung der Unterrichtsqualität durch die Vermittlung lernorientierter Unterrichtsmethoden. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeIm Mittelpunkt des neu entwickelten Lehrplans steht der Erwerb grundlegender Kompetenzen und lebenspraktischer Fähigkeiten. Die Abschlussraten in der achten Klasse haben sich von 2001 um 2 Prozent auf 37 Prozent im Jahr 2007 erhöht. Die Abbrecherquote ist im gleichen Zeitraum um nahezu die Hälfte gesunken. Die Lehrerausbildung konnte deutlich verbessert werden. Ein neu entwickeltes Ausbildungssystem mit theoretischen und praktischen Ausbildungsphasen wurde im Oktober 2005 an allen staatlichen Lehrerausbildungsstätten eingeführt. Mehr als neunzig Prozent der Studierenden haben die Leistungsanforderungen der Abschlussprüfung nach dem ersten Ausbildungsjahr gemeistert. Ein neues Rekrutierungs- und Einstellungsverfahren für Primarschulen reduziert die Unterschiede in der Lehrerverteilung zwischen Stadt und Land erheblich. Erste Erfolge zeigen sich in non-formalen Grundbildungskursen: Die meisten Teilnehmenden beherrschen grundlegende Kenntnisse des Lesens, Schreibens und Rechnens schon gut nach dem ersten Jahr. Der neu entwickelte Ansatz wurde in drei Pilotdistrikten erprobt und modifiziert. Ab 2008 wird das non-formale System in zwei Phasen landesweit ausgedehnt. Um das Millenniums-Entwicklungsziel „Grundbildung für alle“ zu erreichen, wird für alle Aktivitäten des Bildungsministeriums und der Entwicklungspartner in diesem Bereich eine grundlegende Strategie entwickelt. Entwicklung und Umsetzung dieser Strategie werden durch konzeptionelle Beratung bei Planung, Organisationsentwicklung und Qualitätsmanagement unterstützt. Ein Schulspeisungsprogramm, eine Quick-Win-Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), reduziert Fehlzeiten und verbessert die Einschulungsrate. Von November 2006 bis März 2007 erhielten 147.000 Kinder eine warme Mahlzeit pro Tag. Die Schulspeisungen halbierten die Abwesenheitsrate der Schüler und Schülerinnen und führten zu einem Anstieg der Einschulungen um 15 Prozent. Die Schulabbrecherrate wurde um fast vier Prozent verringert, die Versetzungsrate um fast eineinhalb Prozent erhöht. Seit Juni 2007 gibt es verbindliche nationale Richtlinien für die Schulspeisung. |
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