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Schwerpunkte in MadagaskarSchwerpunkt der deutsch-madagassischen Zusammenarbeit ist die Umweltpolitik sowie Schutz und nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen. Madagaskar besitzt eine einzigartige Artenvielfalt mit 80 bis 90 Prozent Arten, die nur dort vorkommen (endemische Arten). Starkes Bevölkerungswachstum, hohe Armut und unangepasste traditionelle land- und forstwirtschaftliche Nutzung bedrohen jedoch die natürlichen Ressourcen des Landes. Ein hoher Bedarf an Feuerholz und neuen Ackerflächen führt zu Raubbau oder Brandrodung. Folgen davon sind verstärkte Bodenerosion und eine Verschlechterung des Wasserhaushaltes. Dies wiederum führt zu einer sinkenden Produktivität der Landwirtschaft und damit zu einer Steigerung der Armut in den ländlichen Regionen. Die deutsch-madagassische Zusammenarbeit konzentriert sich deswegen auf die Verringerung der Armut und die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen. Die bisher laufenden Projekte wurden Anfang 2005 zu dem Programm „Schutz und Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“ zusammengeschlossen. Konkrete Ansatzpunkte sind die:
Der Erfolg der deutsch-madagassischen Zusammenarbeit zeigt sich bereits in dem Wandel der Forst- und Umweltpolitik. Einnahmen aus dem Forstbereich fließen in einen Fond, dessen Verwendung auch auf regionaler Ebene gesetzlich geregelt und damit kontrollierbar ist. Durch die Übertragung von Waldnutzungsrechten an die Bevölkerung konnte ein deutlicher Rückgang der Forstvergehen erreicht werden. Bei all diesen Neuerungen unterstützt die GTZ die beteiligten Akteure auf den verschiedenen Ebenen. Ziel ist die Schaffung eines neuen Umweltbewusstseins und eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen. |