Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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Deutsch-madagassisches UmweltprogrammProgrammkurzbeschreibung
Bezeichnung: Deutsch-madagassisches Umweltprogramm
Ausgangssituation
Madagaskar verfügt über großen Reichtum an natürlichen Ressourcen und enorme biologische Vielfalt. Seit Jahrzehnten anhaltender Raubbau bedroht diese Ressourcen zunehmend und führt zu ihrem Verlust sowie zu Folgeschäden, wie Bodenerosion und Verlust von Ackerflächen. Vor allem die Landbevölkerung ist betroffen, für die eine intakte Natur die Lebensgrundlage ist. Schwache Akteure und Defizite in den Rechtsvorschriften und ihrer Anwendung erschweren die Problemlösung. ZielIn ausgewählten Regionen Madagaskars sind Schutz und nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen verbessert. VorgehensweiseDas Umweltprogramm wird gemeinsam von GIZ und KfW Entwicklungsbank durchgeführt. Es umfasst drei Komponenten:
Wirkung – Was bisher erreicht wurdeDie GIZ hat ein Konzept zur individuellen Aufforstung entwickelt, welches sich bereits in der Praxis bewährt hat. Die beteiligte Landbevölkerung erhält Eigentums- und Nutzungsrechte an den aufgeforsteten Flächen. Diese „Energiewälder“ tragen dazu bei, dass die in Städten verbrauchte Holzkohle zunehmend aus nachhaltiger Produktion stammt. Insgesamt wurden knapp 7.000 Hektar aufgeforstet, aus denen mehr als eintausend Familien ein dauerhaftes Einkommen erzielen. Der Ansatz wird von staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren nachgefragt und anderenorts angewendet. Das Ziel der Regierung Madagaskars, die Fläche der Naturschutzgebiete auf sechs Millionen Hektar zu verdreifachen, bedarf eines neuen Gesetzes. Mithilfe der GIZ wurde dieses erarbeitet. Eine wesentliche Neuerung ist die Beteiligung der Bevölkerung und der Privatwirtschaft an Unterhalt und Bewirtschaftung von Schutzgebieten auf vertraglicher Grundlage. Im Rahmen der internationalen Umweltkonventionen werden die Kapazitäten der madagassischen Akteure für eine wirkungsvollere Teilnahme an den internationalen Verhandlungen und der Umsetzung umweltrelevanter Konventionen im eigenen Land gestärkt. Das Umweltministerium wird bei der Vorbereitung eines SWAp (sector wide approach) unterstützt, sodass es seine Eigenverantwortung für Politik-, und Strategieformulierung besser wahrnehmen kann.
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