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Schwerpunkte in Lesotho

Im Kampf gegen die ländliche Armut setzt Lesotho auf Dezentralisierung. Die stufenweise Verlagerung der Entscheidungsgewalt auf die Distrikt- und Kommunalebene und eine verbesserte lokale Regierungsführung sind in den entwicklungspolitischen Leitlinien des Landes, die in der „Vision 2020“ festgehalten sind, von zentraler Bedeutung. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Lesotho bei dieser Politik und konzentriert sich seit 2002 auf den Schwerpunkt ‚Dezentralisierung‘. Der GTZ wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Koordination dieses Schwerpunktes übertragen. Beteiligte Institutionen sind die KfW-Entwicklungsbank, der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) und das Centrum für Internationale Migration (CIM).

Katse-See im Hochland von Lesotho. Foto: GTZ Lesotho

Im Bild: Katse-See im Hochland von Lesotho. Foto: GTZ Lesotho

Bessere Grundversorgung

Mit deutscher Unterstützung hat Lesotho weitreichende Reformen eingeleitet. Neben der Hauptstadt sind heute auch die ländlichen Kommunen und Distrikte an wichtigen Entscheidungsprozessen beteiligt. Im Jahr 2005 fanden die ersten Kommunalwahlen statt; zehn Bezirks-, 128 Gemeinderäte und ein Stadtrat haben ihre Arbeit aufgenommen. Noch können sie Dienstleistungen und Infrastruktur allerdings nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung stellen. Es fehlt an finanziellen Mitteln und an qualifiziertem Personal auf Managementebene. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt die Kommunen unter anderem dabei, ihre neue Rolle wahrzunehmen und stärkt ihre Leistungsfähigkeit. Gut funktionierende Verwaltungen in den Distrikten und Kommunen sollen langfristig die Grundversorgung der Bevölkerung sichern.

Partnerschaftliche Lösungen

Im Rahmen des deutsch-lesothischen Partnerschaftsprogramms „Dezentrale ländliche Entwicklung“ (Decentralized Rural Development Program, DRDP) hat die GTZ Lesotho bei der Entwicklung der gesetzlichen und institutionellen Grundlagen zur Dezentralisierung und Durchführung der ersten Kommunalwahlen im Jahr 2005 beraten und das Land anschließend dabei unterstützt, Gebietskörperschaften als wichtigen Schritt der kommunalen Selbstorganisation einzurichten. Sie hat die Regierung außerdem bei der Ausgestaltung der nationalen Dezentralisierungspolitik beraten, damit die Abstimmung und Koordinierung zwischen den einzelnen Regierungsebenen, zum Beispiel zwischen Sektorministerien und Gebietskörperschaften, besser funktioniert.

Die GTZ  unterstützt Lesotho darin, die Distrikt- und Kommunalebene so zu stärken, dass Dienstleistungen, zum Beispiel im Personalmanagement, effizienter erbracht werden können und hilft den Kommunen, die künftige Landnutzung zu planen und zu organisieren. Die GTZ engagiert sich in Lesotho außerdem stark im Kampf gegen HIV und AIDS. Sie unterstützt zum Beispiel die Gemeinden im Land bei der Umsetzung konkreter Maßnahmen zur HIV- und AIDS-Prävention.


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