Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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Förderung der reproduktiven Gesundheit und Eindämmung der weiblichen GenitalverstümmelungDer Gesundheitssektor Kenias ist unzureichend entwickelt. Weniger als 25 Prozent der Bevölkerung sind krankenversichert, Krankheit führt oft wegen hoher Kosten zu weiterer Verarmung. Nur etwa zehn Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu angemessenen reproduktiven Gesundheitsdienstleitungen. Der Gesundheitszustand der armen Bevölkerung ist schlecht, die Lebenserwartung sinkt unter anderem wegen der HIV/AIDS-Epidemie. Die GTZ will durch die Förderung der Abteilung für reproduktive Gesundheit des kenianischen Gesundheitsministeriums und der nachgeordneten dezentralen Strukturen die reproduktive Gesundheitsfürsorge für Jugendliche, Männer und Frauen vor allem in den ländlichen Gebieten verbessern. Dort sollen die Zielgruppen qualitativ hochwertige reproduktive Gesundheitsdienste nutzen. Mit der kenianischen Regierung wurde ein Schwerpunktstrategiepapier vereinbart, welches aus folgenden Komponenten besteht, die zur Verwirklichung des Gesamtziels beitragen:
Als Teil der zweiten Komponente bildete die GTZ in der vergangene Dekade 13.000 so genannte Community Based Distributors (CBDs) aus. Die Hauptaufgabe dieser Laienhelfer in Familienplanung und Basisgesundheitsförderung besteht darin, moderne, zuverlässige Verhütungsmethoden zu propagieren und Verhütungsmittel wie Kondome in den Gemeinden zu verbreiten. Durch die rasche Ausbreitung von HIV/AIDS sind neue Aufgaben für die CBDs entstanden. Gerade Jugendliche brauchen innovative Dienstleistungen und Programme, die sie gezielt ansprechen. So entwickelte das Projekt jugendspezifische Informations- und Unterrichtsmaterialien und führte die Beratung durch Gleichaltrige (Peer-Counselling) als weiteren Aspekt ein. Unter den letzten beiden Komponenten ist eine enge Zusammenarbeit mit der World Health Organization (WHO) und der International Labour Organization (ILO) geplant. Leistungen der KFW Entwicklungsbank sowie des Deutschen Entwicklungsdienst (DED) sind in das Programm integriert. Dem Programm ist es in einem in Afrika bisher nicht erreichten Umfang gelungen, reproduktive Gesundheitsdienste vor allem für die ärmere Bevölkerung in ländlichen Gebieten zugänglich zu machen. So verbessert die GTZ die Lebensbedingungen und die eigenverantwortliche Lebensgestaltung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung.
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