Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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Programm zur Reform des WassersektorsIn Kenia haben nur etwa 40 Prozent der Stadtbevölkerung und 48 Prozent der Landbevölkerung Zugang zu unbedenklichem Trinkwasser. Lediglich 19 Prozent aller Haushalte sind an ein Abwassersystem angeschlossen. Die Menschen müssen daher unannehmbare Lebensbedingungen ertragen und sind erhöhten Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Der unkontrollierte Wasserverbrauch führt zu einer übermäßigen Entnahme von Wasserressourcen, während die Zerstörung von Wassereinzugsgebieten durch Abholzung, Trockenlegung von Feuchtgebieten und andere Faktoren die Verfügbarkeit von Wasser bedroht. Hauptgründe für diese Probleme sind Misswirtschaft, Korruption, eine ungeklärte Rechtslage und der geringe Grad an Armutsorientierung. 2002 verabschiedete die kenianische Regierung ein neues Wasserrecht, durch das moderne Reformen im Sektor eingeleitet wurden. International anerkannte Grundsätze wie die Trennung von Politik, Regulierung sowie Eigentum und Betrieb von Anlagen werden darin beachtet. Gleichermaßen trennt es die Verantwortung für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung von der Wasserbewirtschaftung. Die GIZ unterstützt die kenianische Regierung bei der Umsetzung des neuen Wasserrechts. Dabei hilft sie, den Zugang der Armen zu guten Trinkwasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsleistungen zu verbessern und überwacht gleichzeitig die Preise (Formalisierung der Leistungserbringung Wasser). Die deutsche Unterstützung für den Wassersektor Kenias durch die GIZ durchläuft nunmehr die vierte Phase, die im Januar 2011 begonnen hat und drei Jahre dauern wird. Sie umfasst fünf Komponenten.
Auf regionaler Ebene konzentriert das Programm seine Unterstützung auf Westkenia. Auf nationaler Ebene arbeitet es daran, die Wasserversorgung- und Abwasserentsorgung auf die arme Stadtbevölkerung in allen Städten auszuweiten. Das Programm, als dessen Träger auf politischer Ebene das kenianische Ministerium für Wasser und Bewässerung verantwortlich zeichnet, ist eng mit den Aktivitäten der KfW Entwicklungsbank und einer Reihe weiterer bilateraler und multilateraler Entwicklungspartner und Stiftungen abgestimmt. Diese Harmonisierung hat dazu beigetragen, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine nachhaltige Wirkung vor Ort zu erreichen. Zu den Leistungen des Programms gehört es heute auch, das Wasserministerium bei der Schaffung eines neuen politischen Rahmens zu unterstützen. Darüber hinaus hat das Programm zum Abbau der Konflikte um Wasser in Teileinzugsgebieten beigetragen und bei der Einrichtung des Water Services Trust Fund geholfen, der nun unter anderem zum Ziel hat, den Versorgungsbereich der Wasserversorger zu erweitern. Bislang haben 700.000 Menschen Neuzugang zu Wasser erhalten, 60.000 wurden an die Abwasserentsorgung angeschlossen. Das Erweiterungskonzept wird gegenwärtig um die Abwasserentsorgung weiterentwickelt; sodass der WSTF 2013 weitere 1,4 Millionen Menschen mit Wasser und 200.000 mit Abwasserentsorgung bedienen wird. |