Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Deutsch-kamerunisches Gesundheits- und HIV/AIDS-ProgrammProgrammkurzbeschreibung
Bezeichnung: Deutsch-kamerunisches Gesundheits- und HIV/AIDS-Programm
AusgangssituationVor allem arme und schwache Bevölkerungsgruppen Kameruns werden bei Erkrankungen nicht ausreichend behandelt. Außerdem schützen sie sich nicht wirksam vor vermeidbaren Krankheiten. ZielBevölkerung und Gesundheitsdienste in ausgewählten Regionen tragen zur sozial gerechten Weiterentwicklung des Gesundheitswesens bei. Armutsbedingte Erkrankungen wie Cholera und Tuberkulose sind weniger verbreitet, ihre Behandlung verbessert. Zweckmäßig ausgestattete medizinische Einrichtungen sind verfügbar. Der geografische und finanzielle Zugang zu den Gesundheitsdienstleistungen ist erleichtert. Bevölkerungsgruppen mit erhöhtem HIV/AIDS-Risiko wie Jugendliche und Frauen können sich besser schützen und im Erkrankungsfall wirkungsvoll behandeln lassen. Frühschwangerschaften bei jungen Frauen sind vermindert. VorgehensweiseDie deutsche Hilfe orientiert sich an der sektoralen kamerunischen Politik (Nationale Gesundheitsstrategie). Das Vorgehen wird mit allen Gebern und Akteuren weitestgehend koordiniert und abgestimmt. Eine enge Kooperation besteht zwischen GIZ und KfW Entwicklungsbank. Ein strategischer Schwerpunkt ist die Unterstützung des Gesundheitsministeriums bei der Bildung und Umsetzung eines sektorweiten Ansatzes – Sector Wide Approach (SWAP), um die von der Regierung definierten Ziele für das Gesundheitssystem besser und schneller zu erreichen. Der Aufbau lokaler Krankenkassen wird unterstützt, ebenso Aktivitäten zur HIV/AIDS-Aufklärung und zur Vermeidung von Frühschwangerschaften. Regional und lokal (Nord-West-, Süd-West-Region und Littoral) arbeitet das GIZ-Programm eng mit staatlichen Behörden, bilateralen und multinationalen Partnern zusammen. Das Angebot an Gesundheitsdienstleistungen der staatlichen und privaten Träger wird verbessert. Risikogruppen werden gezielt aufgeklärt und mobilisiert, um Zugang und Nutzung der Dienste anzuheben. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Weltbank und anderen bi- und multilateralen Gebern ist ein GIZ-Mitarbeiter in das Büro der Weltbank entsandt und bereitet einen "sector wide approach" (SWAP) vor. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeDie gezielte Kombination von Regierungsberatung und regionalen wie lokalen Interventionen ist auf allen Ebenen wirkungsvoll. Regional wurden in den drei Provinzen Strukturen zur Medikamentenversorgung der staatlichen und privaten Dienste geschaffen. Infrastruktur und Ausstattung von Gesundheitszentren wurden verbessert, ihre Funktionalität erhöht. Ein Instandhaltungssystem ist im Aufbau, die Verfügbarkeit technischer Apparate steigend. Lokal wurden die Selbsthilfekapazitäten der Bevölkerung erhöht. Selbsthilfegruppen von HIV-Infizierten und jungen, ledigen Müttern haben sich gegründet und in nationalen Dachverbänden organisiert. Über 12.000 Personen haben sich in örtlichen Krankenkassen zusammengeschlossen und mindern so ihr finanzielles Risiko im Krankheitsfall. Die Choleraneuinfektionen in Douala sind deutlich reduziert. |
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