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Herr Dr. Dietmar Schorlemer
E-Mail: dietmar.schorlemer@giz.de

Unterstützung der Zentralafrikanischen Waldkommission (COMIFAC)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Unterstützung der Zentralafrikanischen Waldkommission (COMIFAC)
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Afrika (länderübergreifend)
Politischer Träger: Commission des Forêts d'Afrique Centrale (COMIFAC), mit Sitz in Kamerun
Gesamtlaufzeit: 2007 bis 2009

Ausgangssituation

Um das Kongobeckenwaldmassiv als global wichtiges Ökosystem zu erhalten und durch nachhaltige Forstwirtschaft zur Armutsminderung in der Region zu nutzen, müssen nationale Politiken abgestimmt werden. In der Yaoundé-Deklaration (1999) haben die Staatspräsidenten der Anrainerstaaten des Kongobeckens – Äquatorial Guinea, Gabun, Kamerun, Kongo, Tschad, Zentralafrikanische Republik – ihren Kooperationswillen bekundet.

Die Forstminister beobachten die Umsetzung der Deklaration und haben dafür einen Koordinationsmechanismus, die Zentralafrikanische Waldkommission (Commission des Forêts d'Afrique Central – COMIFAC), eingerichtet. Dieser gehören neben den sechs Gründungsmitgliedern mittlerweile vier weitere Länder an: Burundi, Demokratische Republik Kongo, Ruanda, Sao Tome und Principe. Das Exekutivsekretariat der COMIFAC mit Sitz in Yaoundé, Kamerun soll den zwischenstaatlichen Abstimmungs- und Umsetzungsprozess eines grenzübergreifenden Aktionsplans (Konvergenzplan) steuern und den Dialog aller zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteure gestalten.

COMIFAC ist Mitglied der 2002 gegründeten Kongobecken-Waldpartnerschaft (Congo Basin Forest Partnership – CBFP) zwischen den zentralafrikanischen Staaten, den Industrieländern, internationalen und bilateralen Entwicklungsinstitutionen sowie internationalen Umweltorganisationen. Die CBFP bietet eine Kommunikations- und Abstimmungsplattform zwischen etwa vierzig Partnern, die in den Ländern des Kongobeckens engagiert sind. Von 2008 bis 2010 übernimmt Deutschland, über das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die Koordination (Facilitation) der CBFP.

Ziel

Die regionale Waldkommission des Kongobeckens COMIFAC und ihr Exekutivsekretariat (CES) sowie relevante Akteure der nationalen Waldprogramme stellen die Umsetzung des Konvergenzplans und die Einführung einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder und natürlichen Ressourcen sicher, unter anderem entlang der gemeinsam für die deutsche Koordination der Kongobeckenwaldpartnerschaft (CBFP) definierten Prioritäten.

Vorgehensweise

Die GTZ unterstützt das Sekretariat der COMIFAC, regionale Partnerinstitutionen und die Ministerien dabei, den regionalen Aktionsplan umzusetzen, sowie die notwendigen operativen Einrichtungen zu gestalten und langfristig finanziell abzusichern.

Angestrebt werden nachhaltige Bewirtschaftungsformen, einschließlich des Managements repräsentativer Schutzgebiete. National und regional muss deshalb ein intensiver Dialog aller Akteure gefördert werden. Beteiligungs- und Kontrollmechanismen müssen geschaffen werden.

Deutsche und französische Entwicklungszusammenarbeit kooperieren eng (Büro zur Unterstützung der COMIFAC). Die wechselseitige Ergänzung mit den bilateralen deutschen Projekten in der Region und den fachlich spezialisierten, übergreifenden Beratungsprojekten der GTZ trägt zur Entwicklungszusammenarbeit aus einem Guss bei.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Die übergreifende Abstimmung nationaler Politiken zum Erhalt des Kongobeckenwaldmassivs ist Realität. Die Region tritt international zunehmend mit einer Stimme auf und die COMIFAC wird als verbindlicher Verhandlungspartner akzeptiert.

Der regionale Aktionsplan ist von Mitgliedsstaaten, regionalen Initiativen und internationalen Akteuren als Handlungsrahmen akzeptiert, ausgestaltet mit verbindlichen Zielen und vereinbarten Umsetzungsstrategien. Die Aktivitäten aller Akteure richten sich danach aus.

Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Umweltschutz diskutieren konstruktiv und suchen nach gemeinsamen Lösungen, auch ohne ständige Begleitung durch Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit.

Heikle Themen wie unzureichende Regierungsführung und Korruption werden offen und eigenständig auf verschiedenen politischen Ebenen diskutiert.

Um die Institutionen zu stärken und finanziell abzusichern, wurden Reformen eingeleitet. Die Rahmenbedingungen für eine effektive Beteiligung der Zivilgesellschaft an Entscheidungsprozessen sind geschaffen.

Regionale Waldberichte als Grundlage für eine gemeinsame Bewertung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Entwicklungen im Kongobecken werden im Abstand von zwei Jahren veröffentlicht.

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Weiterführende Informationen


Aktuelles

Sektorübergreifender Dialog ‘Forest Governance and Sustainability Standards im Kongobecken‘
GTZ initiiert internationalen Workshop, Zentralafrikanische Forstkommission übernimmt Vermittlerolle

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