GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Schwerpunkt in Guinea

Förderung der sozialen Grunddienste

Die Lebenslage eines großen Teils der guineischen Bevölkerung hat sich über viele Jahre nicht entscheidend verbessert. Dies liegt im Wesentlichen an einer zu wenig auf Armutsorientierung ausgerichteten Politik, die sich u.a. in einem völlig unzureichenden Angebot und schlechter Qualität öffentlicher sozialer Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Bildung und Gesundheit, niederschlägt.

Mit Unterstützung der Geber und Beratung durch die GTZ hat Guinea 2007 seine Armutsminderungsstrategie aktualisiert. Diese umfasst drei Pfeiler, die gemeinsam zur Verbesserung der Lebensverhältnisse der Bevölkerung beitragen sollen: Gute Regierungsführung, Wirtschaftswachstum und Zugang zu sozialen Dienstleistungen. Die Umsetzung der Strategie stellte sich allerdings als schwierig dar, denn es fehlte den zuständigen Behörden an fachlichen und organisatorischen Kompetenzen. Auch die Zivilgesellschaft war nicht stark genug aufgestellt, um sich aktiv an dem Prozess beteiligen zu können. Zwar zeigen die Zahlen der vergangenen Jahre einen deutlichen Anstieg bei der Einschulung von Kindern, auch von Mädchen, die besonders benachteiligt sind. Es fehlen aber ausreichend qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer. Der Gesundheitssektor Guineas ist seinerseits durch schwaches Management und problematische hygienische Zustände in den Gesundheitseinrichtungen, Mangel an qualifiziertem Personal und an bezahlbaren Medikamenten geprägt.

Die GTZ engagiert sich bei der Qualifizierung der an der Umsetzung der Armutsminderungsstrategie beteiligten staatlichen und nichtstaatlichen Akteure und unterstützt schwerpunktmäßig die Sektoren Bildung und Gesundheit. In enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit der KfW, aber auch mit internationalen Partnern, wie zum Beispiel der Weltbank oder der amerikanischen USAID, leistet die GTZ dabei einen Beitrag zur Verbesserung der Qualität der sozialen Dienstleistungen.

Das guineische Programm „Erziehung für alle“ ist ein nationales Sektorprogramm. Die guineische Regierung versucht, mit der Unterstützung ihrer bi- und multilateralen Partner die Entwicklung des guineischen Erziehungssystems dauerhaft zu verbessern. Die GTZ unterstützt die guineischen Partner bei der Sektorkoordination. Dezentral trägt sie dazu bei, die Leistungsfähigkeit der öffentlichen Einrichtungen in den Regionen und Präfekturen zu verbessern.

Mit der Einführung innovativer Managament-Instrumente sollen die Sektoren Gesundheit und Bildung weiter gestärkt werden: Qualitätswettbewerbe der Gesundheitseinrichtungen, Förderkurse für Schülerinnen, aktionsorientierte Managementberatung und gezielte Aufbaukurse für Lehrerinnen und Lehrer sind einige Beispiele. Zudem wurden neue Ansätze zur HIV/AIDS-Sensibilisierung und Behandlung entwickelt. Diese positiven Erfahrungen finden Eingang in die jeweiligen nationalen Sektorpolitiken.

Nach dem Tod des Staatspräsidenten hat im Dezember 2008 in Guinea eine Militärjunta die Macht ergriffen. Die Aktivitäten der GTZ konzentrieren sich seitdem auf die technische Ebene und insbesondere die Zusammenarbeit mit dezentralen Strukturen und Zivilgesellschaft. Die Politikberatung ruht bis auf weiteres.


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