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Rehabilitierung von Wasserversorgungssystemen in vier Regionalstädten in West-Eritrea

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Rehabilitierung von Wasserversorgungssystemen in vier Regionalstädten in West-Eritrea
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Eritrea
Politischer Träger: Ministry of Land, Water & Environment, Water Resource Department
Gesamtlaufzeit: September 2003 bis Dezember 2007

Ausgangssituation

Die Trinkwasserversorgung in eritreischen Mittel- und Kleinstädten ist schlecht. Insbesondere Frauen leiden unter der zeitaufwendigen, Kraft zehrenden und teuren Wasserbeschaffung. Aber auch Gewerbe und Handwerk sind in ihrer Entfaltung eingeschränkt, dringend benötige Arbeitsplätze können nicht geschaffen werden.

Ziel

Die Wasserversorgung von vier im westlichen Tiefland Eritreas gelegenen Mittel- und Kleinstädte mit insgesamt 90.000 Einwohnern ist nachhaltig verbessert. Dies beinhaltet die Verbesserung der Infrastruktur, die Stärkung von Management und Verwaltung der Betriebsgesellschaften sowie den effizienten Betrieb der Anlagen.

Vorgehensweise

Durch ein den örtlichen Verhältnissen angemessenes Wasserressourcenmanagement soll die Nutzung des verfügbaren Wassers durch Haushalte, Landwirtschaft und Industrie nach wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Kriterien erreicht werden. Es soll bei den Behörden, den Wasserversorgungsbetrieben und den Verbrauchern das Bewusstsein gestärkt werden, dass Wasser ein wertvolles Gut und eine knappe Ressource ist.

Neben der Entwicklung der notwendigen fachlichen Kompetenz der zuständigen Ingenieure und Techniker und dem Ausbau der Brunnen, Leitungsnetze und Versorgungsinfrastruktur zählt die Schaffung rechtlicher, organisatorischer und finanzieller Rahmenbedingungen für unabhängige, kostendeckende, dezentralisierte Betriebsgesellschaften zu den wichtigsten Aufgaben.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

  • Durch die Erarbeitung von Wartungsplänen für die Anlagen sowie den Einbau von Wasserzählern an den relevanten Stellen im Rohrleitungsnetz sowie die Einführung eines mobilen Werkstattwagens wurden Wasserverluste sowie die Ausfallquoten bei der Wasserversorgung spürbar verringert und die Hygienebedingungen an den öffentlichen Zapfstellen verbessert.
  • Gemeinsam mit der Universität von Asmara wurde ein verbessertes Wasserentnahme-Managementkonzept für die Stadt Barentu erarbeitet. 
  • Die praktischen Erfahrungen, die das Vorhaben auf lokaler Ebene sammelt, macht es sich auch bei der Beratung nationaler Institutionen zunutze. Die Projektzielvorgabe zu einer autonomen und selbsttragenden Betriebsführung der Wasserversorgungsbetriebe wurde auf nationaler Ebene von Water Resource Department positiv aufgegriffen. Damit ist auch langfristig eine bessere Versorgung der Bevölkerung gesichert.


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