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Herr Axel Klaphake
E-Mail: axel.klaphake@giz.de

Nil-Initiative Wasser

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Nil-Initiative Wasser: Planung und Management von Wasserressourcen im Nil-Becken
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Afrika, länderübergreifend (Sitz: Äthiopien)
Politischer Träger: Nile Basin Initiative (NBI) mit Sitz in Addis-Abeba (Äthiopien)
Gesamtlaufzeit: Januar 2002 bis Dezember 2011

Ausgangssituation

Der Nil ist mit 6700 km der längste Fluss der Welt. Als Lebensader der Region dient er den Anrainern zur Bewässerung, Energieerzeugung und zum Transport. Insbesondere für die Volkswirtschaften des Sudans und Ägyptens ist der Nil unverzichtbar und von strategischer Bedeutung. Entsprechend groß und gegensätzlich sind die Nutzungsinteressen zwischen Unter- und Oberliegern. Fragen der Wasserverteilung haben seit jeher zwischen den Anrai­nern zu politischen Krisen und Konflikten geführt. Die Wasserpolitiken der Länder spiegeln diese konträren Positionen und Strategien wider. Ein gemeinsames Verständnis, wie der Nil zum Nutzen aller gemeinsam bewirtschaftet werden kann, entwickelt sich nur sehr langsam. Ausdruck dieser Entwicklung ist die Nilbeckeninitiative. In ihr haben sich 1999 neun von zehn An­rainern zusammengeschlossen. Die Staaten einigten sich auf ein Programm, das Shared Vision Program (SVP) mit dem Ziel, die Bewirtschaftung des Nils zusammen voranzutrei­ben. Gemeinsame Aktivitäten, Erfahrungsaustausch und eine starke Ausbildungskompo­nente sollen die Grundlage für eine dauerhafte Kooperation bilden. Deutschland unterstützt die Wasserpolitikkomponente des SVP Projekts „Planung und Management von Wasserres­sourcen“.

Ziel

Der Dialog der Nilanrainer über die Zusammenhänge zwischen regionalen Herausforderun­gen und nationalen Wasserpolitiken steht im Zentrum des Projekts. Ziel ist es, ein gemein­sames Verständnis über die sich daraus ergebenen Anforderungen an die nationalen Was­serpolitiken zu entwickeln und entsprechende Reformprozesse zu initiieren.

Vorgehensweise

Auf Grundlage einer detaillierten Bestandsaufnahme in jedem Mitgliedsstaat der NBI bei der möglichst viele Interessensgruppen beteiligt werden, soll der regionale Dialog geführt wer­den. Workshops, Diskussionsforen aber auch Fortbildungsmaßnahmen wie Studienreisen bilden den Rahmen. Die Ergebnisse werden sich in einem Handbuch als Orientierung für die nationale Ebene niederschlagen. Sich aus dem Dialog ergebene Reformprozesse werden in den einzelnen Staaten durch Kurzzeitberater unterstützt. Fachlicher Beirat und Bindeglied zwischen den Ebenen ist eine Task Force, die sich aus jeweils einem Vertreter pro NBI Mit­gliedsstaaten zusammensetzt. Durch sie werden nationale Interessen in den regionalen Dis­kurs eingebracht und im Gegenzug die Ergebnisse der regionalen Ebene national vermittelt.

Zur Unterstützung der Koordination mit anderen NBI Projekten ist ferner der weitere Aufbau des NBI Informationszentrums vorgesehen.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Langfristig werden sich die Wasserpolitiken hinsichtlich regionaler Visionen, Strategien und Handlungsoptionen angleichen. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. Wichtige Weg­marken des Dialogprozesses sind der Aufbau von Vertrauen, ein intensiver Erfahrungsaus­tausch und erste Reformprozesse in den Ländern, um die Wasserpolitiken den gemeinsa­men Anforderungen anzupassen.

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