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Cotton made in Africa (PPP)Projektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Cotton made in Africa (PPP)
AusgangssituationAcht Prozent der globalen Baumwollproduktion kommen aus Afrika, dem zweitgrößten Baumwollexporteur nach den USA. In Benin und Burkina Faso beispielsweise machen die Einnahmen aus dem Baumwollexport 75 Prozent der Exporterlöse aus. 20 Millionen Menschen sind in Subsahara-Afrika vom Baumwollanbau abhängig, die meisten von ihnen leben in Kleinbauernfamilien. Sinkende Weltmarktpreise und massive Subventionen in Europa und den USA an die eigenen Baumwollerzeuger haben dazu geführt, dass die afrikanischen Produzenten vom Baumwollanbau allein nicht mehr leben können. Verspätete Zahlungen, Unzulängliche Arbeitsbedingungen und der unsachgemäße Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln belasten den Baumwollanbau in Subsahara-Afrika zusätzlich. Bisherige Ansätze zur Einführung von Öko- und Soziallabels führten nicht zu der erhofften Breitenwirkung. ZielEine Allianz aus großen Einzelhandelsunternehmen fragt „Cotton made in Africa“ nach. In der afrikanischen Baumwollproduktion werden nachhaltige Anbaumethoden praktiziert. Die Bauern erzielen durch die größere Nachfrage und die verbesserte Produktivität höhere Gewinne. VorgehensweiseDie Baumwollbauern werden landwirtschaftlich geschult, wobei umweltschonende und nachhaltige Produktionsmethoden im Mittelpunkt stehen. Gleichzeitig wird die Kooperation zwischen Erzeugern und Abnehmern gestärkt und die Aufnahmefähigkeit der Textilmärkte analysiert. Auf der Grundlage der Untersuchungsergebnisse werden gezielte Verbesserungen eingeführt und nachfragesteigernde Maßnahmen in Angriff genommen. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeZurzeit laufen drei Pilotprojekte. In Benin wurden bisher rund 9.000 Kleinbauern geschult. In Burkina Faso begannen im vergangenen Jahr die Trainingsmaßnahmen für etwa 17.000 Bäuerinnen und Bauern und in Sambia startete das Baumwollhandelsunternehmen Dunavant im November 2005 das YIELD-Programm (Yield Improvement through Empowerment, Learning and Discipline Programme), das zu höheren Erträgen durch die Einführung nachhaltiger landwirtschaftlicher Methoden führen soll. In Sambia wurden bis heute insgesamt 60.000 Bauern ausgebildet. Erste Wirkungen sind bereits sichtbar: Die Erträge der Projekt-Bauern in Sambia sind zwischen 46 und 163 Prozent höher als die Durchschnittserträge der anderen Farmer, ihr Gewinn liegt um 62 bis 253 Prozent über dem durchschnittlichen Rohgewinn derjenigen, die nicht am Projekt teilnehmen. Auf der Nachfrageseite hat sich die Allianz vergrößert: neben der Otto Group und Tom Tailor gehören jetzt auch die Bierbaum Unternehmensgruppe, Bon Prix, Celio, Peek & Cloppenburg, Quelle, QVC, Tchibo GmbH, 3suisses und Witt Weiden dazu. Weiterführende Informationen
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