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Frau Alexandra Müller
E-Mail: alexandra.mueller@giz.de

Förderung der Afrikanischen Union im Bereich biologische Sicherheit

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Förderung der Afrikanischen Union im Bereich biologische Sicherheit
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Afrika, länderübergreifend (Schwerpunkt: Äthiopien)
Politischer Träger: African Union Commission (AUC)
Gesamtlaufzeit: 2003 bis 2010

Ausgangssituation

Der Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen stellt Wirtschaft, Umweltschutz und Verbraucherschutz weltweit vor neue Herausforderungen. Die meisten afrikanischen Staaten sind mangels technischer Expertise und rechtlicher Instrumente nicht in der Lage, die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen gentechnisch veränderter Organismen sowie ihre Risiken für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung biologischer Vielfalt abzuschätzen und ihnen vorzubeugen.

Afrikanische Staaten haben entscheidend zur Erarbeitung des Cartagena-Protokolls über die biologische Sicherheit beigetragen. Das Protokoll setzt Mindeststandards zur Bewertung der Sicherheit gentechnisch veränderter Organismen und für staatliche Entscheidungsstrukturen. Darüber hinaus hat die Organisation der Afrikanischen Einheit (OAU) das „Afrikanische Modellgesetz zur Sicherheit in der Biotechnologie“ erarbeitet, das den Mitgliedstaaten bei der Entwicklung nationaler Gesetzgebung als Richtlinie dienen soll. Diese erfolgreiche regionale Zusammenarbeit hat die Afrikanische Union (AU), die Nachfolgeorganisation der OAU, fortgeführt.

Ziel

Die Kommission der Afrikanischen Union (AUC) verfügt über die notwendigen Kompetenzen und wirksamen Instrumente, um Mitgliedstaaten beim Aufbau nationaler Regelsysteme für biologische Sicherheit zu unterstützen.

Vorgehensweise

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die GTZ den Aufbau einer Abteilung für biologische Sicherheit innerhalb der Afrikanischen Union. Die Abteilung fördert die regionale Abstimmung und erbringt Dienstleistungen im Bereich biologische Sicherheit. Die GTZ leitet im Rahmen eines Finanzierungsvertrags Fördermittel an die AUC, mit denen auch das Projektpersonal finanziert wird. Zusätzlich leistet die GTZ fachlich-sektorale Beratung und unterstützt Projektaktivitäten und Netzwerkbildung.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Das Projekt stärkt die Rolle, die die AU bei der regionalen Integration und beim Miteinander afrikanischer Staaten spielt, und verbessert die Position der AU als Repräsentant dieser Staaten nach außen. Gleichzeitig wirkt es sich positiv auf andere afrikanische Politikprozesse im Bereich Gentechnologie und biologische Sicherheit aus. Das Projekt ist als wichtiger Partner des für das Cartagena-Protokoll zuständigen Sekretariats der Biodiversitätskonvention anerkannt, sodass die AU mittlerweile zu allen wichtigen Treffen eingeladen wird.

Durch ihre Teilnahme an den Projektaktivitäten erweitern die AU-Mitgliedstaaten ihre Fachkompetenz und verbessern zugleich ihre Fähigkeit, sich zu vernetzen. Indem die afrikanischen Staaten sich jetzt auf Verhandlungsprozesse vorbereiten, können sie ihre Positionen in internationalen Verhandlungen gezielter vertreten.

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