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Frau Dr. Mechthild Rünger
E-Mail: mechthild.ruenger@giz.de

Stärkung der Management-Kapazitäten der AU-Kommission (Büro des Vize-Vorsitzenden)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Stärkung der Management-Kapazitäten der AU-Kommission (Büro des Vize-Vorsitzenden)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Afrikanische Union, Zentrale Addis Abeba, Äthiopien
Politischer Träger: Kommission der Afrikanischen Union, Büro des Vize-Vorsitzenden
Gesamtlaufzeit: 2003 bis 2013

Ausgangssituation

Der Umbau der Organisation der Afrikanischen Einheit (OAU) zur Afrikanischen Union (AU) 2002 stellte die AU-Kommission als ihre Exekutive vor große Herausforderungen. Die neue Organisation muss in der Lage sein, die ehrgeizigen Integrationsziele der afrikanischen Staaten zu erreichen. Hierbei spielt das Büro des stellvertretenden Vorsitzenden (Bureau of the Deputy Chairperson – DCP) der AU-Kommission eine entscheidende Rolle. Das DCP überwacht den Kapazitätsaufbau und die Koordinierung des internen Strategieprozesses. Daneben ist es zuständig für Management und nationale Rechenschaftslegung sowie für die das gesamte System der Afrikanischen Union betreffende Personalreform. Darüber hinaus leitet das DCP den komplexen Prozess der Integration der NEPAD Planning and Coordination Agency (NPCA), ehemals New Partnership for Africa's Development (NEPAD), in die institutionelle Struktur der AU.

Ziel

Die strategische und operative Effizienz der AU-Kommission hat sich gemäß den Vorgaben des Strategieplans 2009–2012 mittel- und langfristig verbessert. Der stellvertretende Vorsitzende der AU-Kommission verfügt über ein breiter gefächertes Instrumentarium für die mittelfristige Strategie- und Politikplanung und die Koordinierung von Reformprozessen, das die Systeme für Management und Rechenschaftslegung stärkt.

Vorgehensweise

Das Programm unterstützt den Aufbau von Kapazitäten im Büro des stellvertretenden Vorsitzenden, um damit eine Reihe institutioneller Reformprozesse in Gang zu bringen, durch die die Kommission ihre Arbeitsabläufe effizienter und wirkungsvoller gestalten kann. Dazu gehören:

  • Aufbau eines mittelfristigen Ausgabenrahmens (einschließlich Umbau des Budgets zu einem ergebnisbasierten Programmbudget und Änderung des Haushaltskalenders)
  • Einführung eines wirkungsorientierten Monitoring- und Evaluierungssystems, um die Umsetzung der AU-Strategiepläne zu überwachen
  • Einführung eines Veränderungsmanagements
  • Einführung einer ergebnisbasierten Leistungsbeurteilung für die Mitarbeiter der AU-Kommission und daraus folgend Umstrukturierung des Personalwesens
  • Einführung leistungsfähiger Controlling- und Innenrevisionssysteme
  • Rechenschaftslegung und Berichterstattung gegenüber der AU-Generalversammlung auf der Grundlage verlässlicher statistischer Daten und Wirkungsketten

Diese Maßnahmen dürften dazu beitragen, die Zusammenarbeit der AU mit den regionalen Wirtschaftsgemeinschaften, den Regierungen der AU-Mitgliedstaaten sowie mit internationalen Organisationen und der afrikanischen Zivilgesellschaft zu verbessern.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

  • Es wurde ein neues System für das Management von Projekten und das Budget in der AU-Kommission entwickelt, das die Transaktionskosten der Kommission senken wird.
  • Die strategischen Systeme für Planung, Budgetierung und Politikentwicklung wurden erheblich verbessert. Dadurch konnten das erste programmbasierte Budget für die AU und ein Fahrplan für eine umfassendere Budgetunterstützung erarbeitet werden.
  • Dank der Vereinbarung über die gemeinsame Finanzierung 2008–2010 zwischen fünf Partnern – die erste ihrer Art – konnte dieses System auf einer breiteren, nachhaltigeren Grundlage umgesetzt werden. Ihr folgte die ähnliche Vereinbarung über das Gemeinschaftsprogramm 2011–2012, durch die die Mittel gleichmäßiger und besser vorhersagbar in den Haushalt der AU-Kommission fließen.
  • Die AU-Kommission verwaltet die Finanzierungsbeiträge ihrer Entwicklungspartner jetzt kompetenter.

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