Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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Nachhaltige LandbewirtschaftungSeit Jahrzehnten sind die Haushalte und Dorfgemeinschaften in den ländlichen Gebieten des Hochlandes zunehmend von Ernährungsunsicherheit betroffen. Hohes Bevölkerungswachstum, Abholzung und nicht angemessene landwirtschaftliche Produktionstechniken haben zu einer massiven Bodendegradierung und einem Verlust an fruchtbarem Boden geführt. Viele Familien auf dem Land können heute kaum noch von der Landwirtschaft leben. Die äthiopische Regierung hat das Programm zur Nachhaltigen Landbewirtschaftung (SLM) aufgelegt, das von verschiedenen Gebern finanziell gefördert wird. Mit dem Programm sollen die Bodendegradierung verringert sowie die landwirtschaftliche Produktivität im äthiopischen Hochland verbessert werden, was ein höheres Einkommen und Ernährungssicherheit für die Bevölkerung schafft. Das nationale Programm ist mit dem äthiopischen „Wachstums- und Transformationsplan“ und dem „Strategischen Investitionsrahmen für SLM“ abgestimmt.
Das Ministerium für Landwirtschaft ist der politische Träger für SLM. Die GTZ arbeitet eng mit CIM, DED, Inwent, KfW und den anderen Gebern zusammen. Die trilaterale Zusammenarbeit der Regierungen Äthiopiens, Israels (MASHAV) und Deutschlands auf dem Gebiet der Anpassung an den Klimawandel durch die Förderung der Kleinbewässerung ist eine einzigartige, in das SLM-Programm integrierte Kooperation. Die Abteilung für Natürliche Ressourcen des Landwirtschaftsministeriums führen das SLM-Programm auf der Bundesebene und die ministerielle Verwaltungsstruktur in den Regionen und Kommunen durch. Die Gemeinden planen und setzen die Maßnahmen vor Ort um, wobei sie von einem gewählten Community Watershed Team und einem Kebele Watershed Team aus SLM-Experten unterstützt werden. Der Schwerpunkt des SLM-Programms ist die Entwicklung von Wassereinzugsgebieten, d.h. die Rehabilitierung von Wassereinzugsgebieten und die Entwicklung der landwirtschaftlichen Produktion. Das Ziel ist, das Gebiet, in dem nachhaltige Landbewirtschaftungspraktiken angewandt werden, durch eine Vielzahl von Boden- und Wasserschutzmaßnahmen auszuweiten. Die Maßnahmen zur Agrarentwicklung sollen die landwirtschaftliche Produktivität nachhaltig steigern. Sie umfassen beispielsweise die Züchtung neuer Sorten und die Verwendung von verbessertem Saatgut. Um die landesweite Verbreitung der besten SLM-Praktiken und ihre Anwendung in einem größeren Maßstab zu unterstützen, wird die Entwicklung der Wassereinzugsgebiete durch Wissensmanagement unterstützt. Dabei sind Weiterentwicklung, Verbesserung, Upscaling und Verbreitung der besten SLM-Ansätze das Ziel. Eine weitere Unterstützungsmaßnahme für die Entwicklung der Wassereinzugsgebiete ist Politikberatung, um die Rahmenbedingungen für die Verbreitung und die effektive Umsetzung erfolgreicher, innovativer Ansätze für SLM zu verbessern. Das Ziel des GTZ-Beitrags ist, dass die Institutionen, Vermittler und Erzeuger im Agrarsektor zu einer nachhaltigen und produktiven Landnutzung beitragen. Dies wird durch die Stärkung der Kapazitäten in dem Partnersystem auf der Ebene des Individuums, der Organisation, des Netzwerks und der Kooperation und, wenn erforderlich, auf der politischen Ebene erreicht.
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