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Büroadresse

GIZ-Büro Südafrika

Landesdirektor/in
Peter Conze

Postanschrift
P O Box 13732
Hatfield
0028
Pretoria/Südafrika

Tel.: +27 12 423 5900
Fax: +27 12 342 0185
E-Mail: giz-suedafrika@giz.de

Südafrika

Südafrika, Afrika südlich der Sahara. © GTZ 2004.

15 Jahre nach dem friedlichen Übergang von der Apartheid in die Demokratie befinden sich Staat und Gesellschaft in Südafrika noch immer im Wandel. Die vierten demokratischen Wahlen im April 2009 haben den Afrikanischen Nationalkongress (ANC) in der Regierung bestätigt. Mit der Wahl Jacob Zumas zum Präsidenten ist ein ‚Mann des Volkes‘ an die Spitze der Regierung gerückt. Die Erwartungen an ihn sind hoch. ‚Bessere Lebensbedingungen für alle Menschen im Land‘ hatte sich der ANC 1994 auf die Fahnen geschrieben. Wahr geworden ist diese Vision bislang nur für eine Minderheit. Während eine neue schwarze Mittelschicht heranwächst, fühlen sich breite Teile der Bevölkerung vom Fortschritt ausgeschlossen. Sie fordern vom Staat die Einhaltung der Wahlversprechen und von Städten und Kommunen bessere Leistungen. Andernfalls koennten Armut und wachsende Ungleichheit den sozialen Frieden bedrohen. Schon jetzt wirken sich Gewalt und Kriminalität nachteilig auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung des Landes aus.

Skills Development is ranking high on South Africa’s agenda. Foto GTZ.

(Bild: Berufliche Bildung wird in Südafrika immer wichtiger. Foto GTZ)

Das Land am Kap gilt als wirtschaftliche und politische Lokomotive für den afrikanischen Kontinent. Es hat maßgeblichen Einfluss auf die politische Stabilität Afrikas. Jahrelang ist die Wirtschaft Südafrikas kontinuierlich gewachsen. Nun hat die globale Wirtschaftskrise diesem Wachstum erst einmal Einhalt geboten. Wenngleich die Krise die größte Industrienation Afrikas weniger hart getroffen hat als viele andere Länder, sind auch hier nach offiziellen Angaben deutlich mehr als eine halbe Million Arbeitsplätze verloren gegangen. Betroffen sind vor allem Menschen mit schlechter Bildung und ohne Ausbildung – fast die Hälfte der Bevölkerung. Sie sind auf dem formalen Arbeitsmarkt chancenlos. Gleichzeitig ist der Mangel an gut ausgebildeten Arbeitskräften der limitierende Faktor für die weitere Entwicklung der Wirtschaft. Bildung und Ausbildung stehen deshalb ganz oben auf der politischen Agenda.

Südafrika steht vor einer weiteren großen Herausforderung: Es muss den ständig wachsenden Energiehunger mit bezahlbarer Energie stillen. Letztere gewinnt das Land noch immer überwiegend aus der einheimischen Kohle. Südafrika ist heute der zwölft größte Verursacher von Treibhausgasen und gleichzeitig stark vom Klimawandel betroffen.

Ahead of the FIFA World Cup 2010TM passion for the sport is ubiquitous, particularly among the black population of South Africa. Foto GTZ

(Bild: Im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft 2010 nimmt das Interesse für Sport zu, besonders unter Jugendlichen. Foto GTZ)

2010 werden die Augen der Welt besonders aufmerksam auf das Land am Kap gerichtet sein: Am 11. Juni wird hier die erste Fussballweltmeisterschaft auf afrikanischem Boden angepfiffen. Die Begeisterung ist überall im Land zu spüren, vor allem in den Townships, in denen dieser Sport in Südafrika seine Wurzeln hat. Bis zum Anpfiff bleibt viel zu tun, aber das Land wird auch diese Herausforderung meistern.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Südafrika und mit ihr die GTZ unterstützen das Land darin, die Effizienz von Staat und Verwaltung zu stärken, Bildung und Ausbildung zu fördern, Emmissionen zu reduzieren und Energie effizient zu nutzen. Sie engagieren sich im Kampf gegen HIV und AIDS und bringen die Erfahrungen ein, die Deutschland während der Fussballweltmeisterschaft im Jahr 2006 gesammelt hat. Die Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich dabei auf folgende Bereiche:

  • Regierungsführung und Verwaltung
  • Berufliche Bildung
  • Klima und Energie

Die GTZ engagiert sich seit 1993 für den politischen Wandel in Südafrika. Sie arbeitet hier im Auftrag des Bundesministerum für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) sowie anderer internationaler Organisationen und Institutionen, wie zum Beispiel der Europäischen Union. Das BMZ hat der GTZ die Koordination für die beiden Themen ‚Regierungsführung und Verwaltung‘ sowie ‚Berufliche Bildung‘ übertragen.

Die GTZ ist seit 1996 mit einem Büro in Pretoria vertreten. Heute arbeiten 93 nationale und 33 entsandte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort.

Dezember 2009


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