Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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Sierra Leone
Die GTZ arbeitet in Sierra Leone seit 1963 im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Aufgrund des zehnjährigen Bürgerkrieges gab es 1990 eine mehrjährige Unterbrechung. Seit 1999 ist die GTZ wieder mit zwei Mitarbeiterteams in der Hauptstadt Freetown und Kenema vertreten. Als Folge des Bürgerkrieges finden sich insbesondere Kinder und Jugendliche am Rand der Gesellschaft wieder. Viele sind kriegstraumatisiert, von Familie und Gemeinde entfremdet, extrem gewaltbereit und gegenüber sozialen Normen und Werten verunsichert. Die zunehmende Perspektivlosigkeit verschärft die Gewaltbereitschaft, so dass das Leben dieser Kinder und Jugendlichen häufig von Kriminalität und Drogenmissbrauch geprägt ist. Zudem besteht für sie eine erhöhte Gefährdung an HIV/AIDS zu erkranken. Not und Armut lassen die Kinder und Jugendlichen oft untragbare Abhängigkeitsverhältnisse eingehen, so dass ihnen ein ziviles Leben bislang weitgehend verwehrt bleibt. In der Bevölkerung wächst die Sorge, dass von dieser vernachlässigten Generation mittelfristig eine Gefahr für den mühsam erreichten Frieden ausgeht. Dies behindert derzeit eine erfolgreiche Integration marginalisierter Kinder und Jugendlicher. Deshalb konzentriert sich die Zusammenarbeit der GTZ auf friedenschaffende Maßnahmen wie Grundbildung, berufliche Bildung und die Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten für Bevölkerungsgruppen am Rande der Gesellschaft. Im Bereich der Beschäftigungsförderung von Jugendlichen arbeitet die GTZ mit der KfW Entwicklungsbank zusammen und unterstützt lokale Nichtregierungsorganisationen im Bereich des Zivilen Friedensdienstes. Mit anderen internationalen Gebern wie Großbritannien, Europäische Union (EU) und Weltbank, stimmt sich die GTZ mit ihren Aktivitäten eng ab.
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