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Büroadresse

Bureau de la GTZ au Rwanda

Büroleiter
Herr Rainer Krischel

Postanschrift
Bureau de la GTZ
11, Avenue de Kiyovu
B.P. 59 Kigali
Rwanda

Tel.: +250 252 573537
Fax: +250 252 572439
E-Mail: gtz-ruanda@gtz.de

Die GTZ in Ruanda

Karte Ruanda, Afrika südlich der Sahara. © GTZ 2004

Ruanda ist eines der kleinsten und am dichtesten besiedelten Länder Afrikas. Seine Geschichte ist über weite Strecken von Konflikten gezeichnet. Genozid, Bürgerkrieg und Massenvertreibungen haben Ruanda in seiner Entwicklung um Jahre zurückgeworfen. 1962 erhielt die Republik Ruanda ihre Unabhängigkeit von Belgien. In den folgenden Jahrzehnten verwüstete ethnische Gewalt das Land. Sie gipfelte im Bürgerkrieg von 1990 und dem brutalen Genozid im Jahr 1994, der innerhalb von knapp vier Monaten rund eine Million Menschen das Leben kostete. Es folgten mehrere Jahre chaotischer Zustände und regionaler Konflikte, bevor Regierung und Militär die innere Ordnung und Sicherheit wiederherstellen konnten.

Seit 1994 hat Ruanda bemerkenswerte Fortschritte erzielt. Die nach dem Völkermord gebildete Übergangsregierung führte zahlreiche Reformen durch, die die zerrüttete Bevölkerung und Wirtschaft stabilisieren sollen. Ein Meilenstein ist das Jahr 2003, in dem die ersten demokratischen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in der Geschichte Ruandas stattfanden. Das ruandische Parlament besteht fast zur Hälfte aus Frauen.

Auch heute ist die Stabilisierung des Landes und der weiteren sozialpolitischen und wirtschaftlichen Entwicklung wichtiges Ziel der Regierung. Es warten jedoch noch immer große Herausforderungen auf sie. Die Folgen des Genozids sind allgegenwärtig, und die ruandische Gesellschaft ist tief gespalten. Mutmaßliche Mörder leben oft Tür an Tür mit den Nachkommen ihrer Opfer, und Millionen Menschen sind traumatisiert. Wirtschaftlich gesehen ist Ruanda nach wie vor eines der ärmsten Länder der Welt. 56,9 Prozent der Bevölkerung leben von weniger als 1 US-Dollar am Tag und in absoluter Armut. Eine Bevölkerungswachstumsrate von 2,7 Prozent, eine durchschnittliche Lebenserwartung von 49 Jahren und eine HIV/AIDS-Prävalenz von 3,1 Prozent verschärfen die Armut des Landes. Noch immer gibt es zahlreiche Hürden für Wachstum und Aussöhnung: hohe HIV/AIDS-Infektionsraten, soziale Ungerechtigkeiten und die fortdauernde Anwesenheit von Ex-Kombattanten in Ruanda und Nachbarländern.

Seit die GTZ 1979 ihre Arbeit in Ruanda aufgenommen hat, arbeitet sie gemeinsam mit lokalen und internationalen Kooperationspartnern daran, Armut zu verringern, Gesundheitsvorsorge und Krankheitsbekämpfung zu verbessern, die wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben und einen nachhaltigen Frieden im Land zu etablieren. Bereits im September 1994 nahm die GTZ als eine der ersten Durchführungsorganisationen nach dem Genozid ihre Arbeit wieder auf. Seit 2000 ist Ruanda ein Schwerpunktland der deutschen bilateralen Zusammenarbeit. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf den Bereichen

  • „Good Governance“
  • Gesundheit
  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Der Beitrag der GTZ zu diesen Leistungsschwerpunkten besteht vor allem in Beratung. Sie verfolgt das Ziel, die Regierung und die Bevölkerung Ruandas beim Aufbau und bei der Festigung demokratischer Strukturen zu unterstützen. So erhält das Land die Gelegenheit und die Mittel, den Weg aus der Armut selbst zu gestalten.


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