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GIZ-Büro Côte d'Ivoire

Landesdirektor/in
Dr. Frank Bremer
E-Mail: frank.bremer@giz.de

Postanschrift
01 BP 7172
Abidjan 01
Côte d’Ivoire

Tel.: +225 22434392
Fax: +225 22434395
E-Mail: giz-cote-ivoire@giz.de

Côte d'Ivoire

Côte d’Ivoire, Afrika südlich der Sahara. © GTZ 2004.

Die Côte d’Ivoire ist seit 1975 Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist die GTZ dort mit einem Programm zur ländlichen Wirtschaftsentwicklung und zum Erhalt der Biodiversität tätig, an dem sich auch die EU mit einer Kombifinanzierung beteiligt. Ein weiteres Vorhaben fördert Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft (Public Private Partnerships). Im Auftrag des Auswärtigen Amtes führt die GTZ zwei Vorhaben zur Reform des Justiz- und Polizeisektors durch. Für die EU und die Weltbank setzt GTZ International Services ein größeres Projekt für die Wiedereingliederung von Ex-Kombattanten um.

Blick auf Abidjan. © GTZ.

Wegen ihrer Wirtschaftskraft, ihres Entwicklungsstandes und ihrer regionalen Bedeutung wurde die Côte d’Ivoire lange Zeit als potenzielles Schwellenland mit einem erfolgreichen Entwicklungsmodell betrachtet. Dank einer diversifizierten Agrarproduktion und einer darauf aufbauenden verarbeitenden Industrie erzielte das Land über viele Jahre ein konstantes Wirtschaftswachstum von über fünf Prozent. Die Elfenbeinküste ist Weltmarktführer bei der Kakaoproduktion (ca. 40 %) und nimmt auch bei Kaffee, Palmöl, Kautschuk, Cashew, Baumwolle und Bananen eine führende Rolle ein. Eine westlich orientierte, liberale Wirtschaftspolitik und stabile politische Verhältnisse förderten bis Ende 1999 diese Dynamik, die die Côte d’Ivoire zu einem Wirtschaftsmotor in Westafrika machte.

Allerdings führte die unterschiedliche Ressourcenausstattung einzelner Regionen zu Disparitäten und der Bedarf an Arbeitskräften zu kontinuierlichen Migrationsbewegungen aus den ärmeren nördlichen Nachbarländern (Mali, Burkina Faso) in den Süden. Die Zusammensetzung der Bevölkerung der Côte d’Ivoire ist dadurch sehr heterogen mit einem Ausländeranteil von über 30 % und im Süden des Landes einem ausgeprägten ethnischen Mosaik in den Hauptanbaugebieten von Kakao und der anderen landwirtschaftlichen Exportprodukte.

2002 geriet die Côte d’Ivoire in eine tiefgreifende politische Krise, die zu einer Einstufung der Côte d’Ivoire als „fragiler Staat“ führte. Einem Putschversuch folgte die geografische und politische Teilung des Landes in einen von Rebellen besetzten Norden und einen regierungstreuen Süden. Die Teilung ist inzwischen weitgehend aufgehoben, nach den Wahlen Ende November 2010 wird eine Normalisierung der politischen Situation und der internationalen Kooperationsbeziehungen erwartet.

Die meisten Geber hatten ihre bilaterale Zusammenarbeit suspendiert und auch von deutscher Seite gab es seit 2002 keine Regierungsverhandlungen und Neuzusagen. Die GTZ konnte jedoch die laufenden Projekte während der Krisenzeit weiterführen und hat sie an die Post-Konflikt-Situation angepasst. Damit konnte ein aktiver Beitrag zum Friedensprozess geleistet werden.

Die GTZ ist durch ein Büro in Abidjan vertreten.


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