Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Sektorübergreifender Dialog ‘Forest Governance and Sustainability Standards im Kongobecken‘GTZ initiiert internationalen Workshop, Zentralafrikanische Forstkommission übernimmt Vermittlerolle Die Regenwälder des Kongobeckens sind mit einer Fläche von 180 Millionen Hektar etwa fünf Mal so groß wie Deutschland und nach dem Amazonasbecken das zweitgrößte zusammenhängende Tropenwaldgebiet der Welt. Ihre Bedeutung für den Klimaschutz, den Erhalt der Biodiversität und für die ökonomische Entwicklung der Region ist allgemein akzeptiert. „Die Ansätze zum Erhalt der Wälder in der Zukunft sind vielfältig. So gewinnen die Förderung nachhaltiger, zertifizierter Waldbewirtschaftung, Schutzgebietsmanagement, und Ansätze zur wirkungsvollen Eindämmung illegaler Abholzungs- und Holzhandelspraktiken zunehmend an Bedeutung“, sagt GTZ-Mitarbeiter Dietmar Schorlemer, Leiter des Projektes „Unterstützung der Zentralafrikanischen Forstkommission COMIFAC“ mit Sitz in Kamerun, das die GTZ im Auftrag des BMZ durchführt. „Gerade im Kongobecken, dessen Staaten vor großen Herausforderungen stehen, sei es entscheidend die erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen und die teilweise sehr komplexen Einzelansätze aufeinander abzustimmen“, erläutert Stefan Essel, einer der Initiatoren des Workshops und Mitarbeiter des weltweit operierenden Beratungsprogramms „Sozial- und Umweltstandards“, das die GTZ ebenfalls im Auftrag des BMZ durchführt. Insgesamt nahmen Anfang Oktober über 60 Teilnehmer aus den COMIFAC-Mitgliedsstaaten und weiteren Ländern an dem Workshop teil, darunter Deutschland, Kanada, USA, Norwegen und EU. Anwesend waren Regierungsvertreter und die Internationale Entwicklungszusammenarbeit, Standardinitiativen wie der Forest Stewardship Council (FSC), das Programme for the Endorsement of Forest Certification schemes (PEFC) und Rainforest Alliance, die Privatwirtschaft, die Wissenschaft sowie mit Greenpeace, WWF und eine zentralafrikanische Indigenenvertretung auch Organisationen der Zivilgesellschaft. Auf dem Workshop bestand Konsens, dass Synergien zwischen den verschiedenen regulativen Prozessen und Aufgaben der COMIFAC-Staaten (Landnutzungsplanung, Durchsetzung neuer Maßnahmen zur Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags und –handels, Reducing Emissions from Deforestation and Degradation/REDD+) und den Instrumenten freiwilliger Standardsysteme wie dem weltweit anerkannten Forest Stewardship Council (FSC) genutzt werden sollten. Zum Beispiel können die Erfahrungen aus den Nachhaltigkeitsstandards dem Aufbau staatlicher Monitoringsysteme zur Nachverfolgung der Handels- und Verarbeitungswege von Tropenholz aus dem Wald bis zu den Exporthäfen dienen. Dies würde dazu beitragen, die internationale Reputation und Glaubwürdigkeit tropenholzexportierender COMIFAC-Staaten zu erhöhen. Der FSC bürgt mit seinem Siegel über die gesamte Handelskette vom Wald über die nationalen Grenzen eines Staates bis zum Konsumenten dafür, dass das Holz aus legal und nachhaltig produzierten Quellen stammt. Die Bedeutung freiwilliger Nachhaltigkeitsstandards auch und vor allem im afrikanischen Kontext wurde durch die Vorstellung des African Eco-labelling Mechanism (AEM) unterstrichen. Im Verlauf des Workshops wurde Einigkeit in der Diskussion um den Prozess zur wirksamen Reduzierung von Emissionen aus Waldverlust- und Degradierung (REDD+) erzielt. REDD+ wird als Anreiz gesehen, Anstrengungen zur integrierten Landnutzungsplanung auf nationaler als auch auf regionaler Ebene als wichtige Voraussetzung für Kompensationszahlungen zur vermiedenen Entwaldung voranzutreiben. Der offene und konstruktive Austausch im Rahmen des Workshops wurde von allen Teilnehmern gewürdigt. Der Exekutivsekretär der COMIFAC, Raymond Mbitikon, hob in seinem Schlusswort noch einmal die Bedeutung der Nutzung der angesprochenen Synergien zwischen staatlichen, regulativen Prozessen und international anerkannten Nachhaltigkeitsstandards hervor: Es ist vorgesehen, über eine Arbeitsgruppe „Governance“ der COMIFAC eine kontinuierliche Bearbeitung dieser Themen sicherzustellen. Hiermit nimmt die COMIFAC die ihr per Mandat zugedachte Vermittlerrolle in der Forstpolitik Zentralafrikas noch stärker wahr. Weiterführende Informationen
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