Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
![]() |
|
Ansprechpartner |
Zentralafrikanische Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft (CEMAC)
Die Zentralafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion (Communauté Economique et Monetaire de l’Afrique Centrale – CEMAC) ist eine afrikanische Regionalorganisation. Sie wurde 1993 gegründet, als Nachfolgestruktur der ehemaligen zentralafrikanischen Zollunion (Union Douanière et Economique des Etats de l’Afrique Centrale – UDEAC) von 1964. Sitz der Organisation ist die zentralafrikanische Hauptstadt Bangui. Zur CEMAC gehören sechs Staaten des westlichen Zentralafrikas: Äquatorialguinea, Gabun, Kamerun, Republik Kongo, Tschad und die Zentralafrikanische Republik. In den CEMAC-Staaten leben mehr als 35 Millionen Menschen. Bis auf das spanischsprachige Äquatorialguinea gehört die der Franc-Zone zugehörige Währungs- und Wirtschaftsunion dem frankophonen Sprachraum an. Die CEMAC-Region ist reich an mineralischen Bodenschätzen und die Ausfuhr von Öl und Gas macht fast 80 Prozent des Exportaufkommens aus. Kein CEMAC-Land ist allerdings Mitglied der Organisation erdölexportierender Länder, OPEC. Trotz des Ressourcenreichtums lebt der Großteil der Bevölkerung der Mitgliedsländer weiterhin in Armut. Im Zusammenhang mit der Initiative zur Verbesserung der Transparenz in der Rohstoffindustrie (Extractive Industries Transparency Initiative – EITI) unterstützt die GTZ bei der CEMAC in Bangui ein Projekt zur „Stärkung von Governance im Rohstoffsektor Zentralafrikas“. Im April 2007 wurden auf einer Gipfelkonferenz der zentralafrikanischen Staaten wesentliche Umstrukturierungen der CEMAC beschlossen: Umwandlung des ehemaligen Exekutivsekretariats in eine Kommission, nach dem Vorbild der Europäischen Union, mit paritätisch aus den Mitgliedsländern entsandten Kommissaren, was die Regionalorganisation stärken und motivieren soll. CEMAC besitzt mehrere institutionelle Organe wie die Konferenz der Staatsoberhäupter, den Ministerrat und die Zentralbank BEAC (Banque des Etats de l’Afrique Centrale) mit Sitz in Yaoundé, Kamerun. Neben Harmonisierung und der Integration der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen in den zentralafrikanischen Markt will CEMAC, unter Beteiligung von South African Airways (SAA), eine neue gemeinsame Fluglinie, AIR CEMAC, einrichten. Stärkung von Governance im Rohstoffsektor Zentralafrikas Weiterführende Information
|