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EU- und G8-Präsidentschaft

Grafik: Flaggen der G8-Mitgliedsstaaten und der EU.

Deutsche Doppelpräsidentschaft rückt Afrika in den Fokus

Deutschland hat in diesem Jahr eine besondere Verantwortung übernommen: den Ratsvorsitz in der Europäischen Union und den Vorsitz innerhalb der G8-Staaten. Dies eröffnet die Chance, dass entwicklungspolitische Themen verstärkt in den Blick von Politik und Öffentlichkeit rücken. Ein gemeinsamer Schwerpunkt beider Präsidentschaften ist Afrika.

Trotz aller Krisen und Probleme besitzt unser Nachbar-Kontinent Reformdynamik. Um den Reformprozess zu unterstützen, hat die Bundesregierung die Verbesserung der Regierungsführung auf die Agenda gesetzt, nachhaltige Investitionen - insbesondere des Privatsektors - zur Armutsbekämpfung, Konfliktbewältigung und Friedenssicherung sowie die Stärkung der Gesundheitssysteme und die verstärkte Bekämpfung von HIV/Aids. Für die EU-Ratspräsidentschaft hat das BMZ das Motto „Europa – Partner für nachhaltige globale Entwicklung“gewählt. Damit wird die herausragende Rolle Europas als weltweit wichtigster Geber unterstrichen. Im Vordergrund stehen dabei die Stärkung der Partnerschaft mit Afrika, die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen EU und AKP-Staaten, Handel, Energie und die Steigerung der Wirksamkeit der Hilfe, z. B. durch verbesserte Arbeitsteilung zwischen der EU und ihren Mitgliedstaaten.

GTZ unterstützt Afrika-Aktionsplan

2001 entstand unter Federführung der Präsidenten Nigerias, Südafrikas, Algeriens und Senegals die „Neue Partnerschaft für Afrikas Entwicklung“, kurz NEPAD. Die G8-Staaten betrachten sie als wichtigste Entwicklungsinitiative für Afrika. Seit 2003 unterstützt die GTZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Südafrika die Arbeit des NEPAD-Sekretariates.
Die positive Wirkung dieser „neuen Partnerschaft“ hat den G8-Gipfel 2002 im kanadischen Kananaskis bewogen, einen Afrika-Aktionsplan zur Unterstützung der afrikanischen Reformprozesse zu beschließen. Die GTZ unterstützt das BMZ und das Auswärtige Amt durch strategische Beratung und bei der Durchführung von Vorhaben innerhalb dieses Aktionsplans.   

GTZ - ein verlässlicher Partner für ein starkes Afrika

Schon seit vielen Jahren ist die GTZ ein verlässlicher Partner der Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika. Das Engagement reicht vom Kampf gegen Armut und gegen HIV-Aids, über den Schutz der natürlichen Ressourcen und Gender-Projekte bis hin zur Förderung guter Regierungsführung.

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Interview mit Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul
Afrika ist auf einem guten Weg. Diese Entwicklung unumkehrbar zu machen, ist eines der wichtigsten Anliegen, das Deutschland in seine Präsidentschaft im EU-Rat und beim Treffen der G8-Staaten einbringt.

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