Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
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Liberia
Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit engagierte sich in Liberia bis zum Ausbruch des Bürgerkrieges in 1989. Seit Ende des Bürgerkriegs und der Kämpfe im August 2003 ist die Friedenstruppe der Vereinten Nationen (UN) UNMIL stationiert, die auch von der deutschen Seite unterstützt wird. Die Lebenssituation der Bevölkerung ist nach wie vor kritisch. Als Folge des Bürgerkrieges ist die Infrastruktur des Landes völlig zerstört und kann mangels Ressourcen, Baumaterial und qualifizierter Baufirmen nur langsam wieder aufgebaut werden. Die Institutionen des Staatsapparates sind schwach. Es fehlt an qualifiziertem Personal. Korruption ist endemisch. Die meisten Menschen sind durch den Krieg traumatisiert, von ihrer Familie und Gemeinde entfremdet, und gegenüber sozialen Normen und Werten verunsichert. Drei Viertel aller Frauen sind mindestens einmal in ihrem Leben Opfer sexueller Gewalt gewesen, die auch nach dem Bürgerkrieg noch weit verbreitet ist. Die Arbeitslosigkeit beträgt über 85 %, Jugendliche sind davon am meisten betroffen. Viele haben keine Schulausbildung, sind gewaltbereit und einige auch von Kriminalität und Drogenmissbrauch geprägt. 5,9% der erwachsenen Bevölkerung sind an HIV/AIDS erkrankt. Das Bevölkerungswachstum des 3,2 Millionen großen Volkes beträgt 4,8%. Über ein Drittel der Bevölkerung lebt inzwischen in Monrovia in der Hoffnung dort Arbeit zu finden. Die Anfang 2006 neue demokratisch gewählte Regierung gilt trotz aller Schwächen als entwicklungsorientiert, obwohl viele der ehemals kriegsführenden Kräfte heute im Parlament vertreten sind. Der Friede ist fragil. Die neue Regierung braucht und sucht internationale Unterstützung für eine effiziente Regierungsführung, um die Lebenssituation der Bevölkerung über die erste internationale Nothilfe hinaus langfristig zu verbessern und das Land zu stabilisieren. Die GTZ ist seit 1995 im Auftrag des Hohen Flüchtlingskommissars (UNHCR) in der Betreuung von Vertriebenen und der Vorbereitung und Organisation ihrer Rückkehr tätig. Seit Mitte 2003 führt die GTZ im Auftrag des Auswärtigen Amtes verschiedene Maßnahmen der humanitären Hilfe durch. Seit Ende 2004 besteht die neue strategische Partnerschaft zwischen UNHCR und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), um Flüchtlinge rückzuführen. Seit Ende 2005 führt sie Not- und Übergangshilfe im Lofa County durch mit dem Ziel, die Voraussetzungen für Überleben, soziale Integration und den Aufbau einer lokalen Regierung zu schaffen. Liberia gehört zu den Ländern mit fragiler Staatlichkeit und schwacher Regierungsführung in Westafrika. Im Auftrag des BMZ begann vor kurzem ein Vorhaben zur Unterstützung von Regierung und Privatsektor mit dem Ziel die Kapazitäten im Verkehrssektor, insbesondere im Straßenbau auf- und auszubauen. Die deutsche Finanzielle Zusammenarbeit beteiligt sich über einen von der Weltbank verwalteten Multi Donor Trust Fund. |
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