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Im Blickpunkt > Jahresthema 2010: Vielfalt - Impuls für Entwicklung > Fotoausstellung zum Jahresthema 2010

„Auslöser drücken – Impulse geben“

Die Bilder der diesjährigen Ausstellung zum Jahresthema entstanden in einem internationalen Fotografenworkshop in Südafrika.

Algerien, Deutschland, Madagaskar und Südafrika – das sind die Herkunftsländer der acht Fotografinnen und Fotografen, die am diesjährigen Workshop zum Jahresthema von GTZ und KfW teilnahmen. Mit ihren Kameras im Gepäck erkundeten sie Johannesburg und setzten ihre Sicht auf das Thema „Vielfalt – Impuls für Entwicklung“ in Bilder um.

Nachdem der erste Fotografenworkshop im Dezember 2008 in Berlin stattgefunden hatte, war nun die südafrikanische Metropole Quelle der Inspiration. Eine Woche lang fotografierte die Gruppe auf Wochenmärkten, in Armutsvierteln und anderen Orten der Stadt. Dabei sprachen sie mit den unterschiedlichsten Menschen – immer wieder auch darüber, was Vielfalt bedeuten kann. Die Bilder resultieren nicht nur aus den Erlebnissen und Begegnungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Südafrika, sondern auch aus dem Austausch der Gruppe untereinander und den Diskussionen, die sie über Vielfalt als „Impuls für Entwicklung“ führten. So gelang es den Fotografinnen und Fotografen, ihre zunächst sehr vage Vorstellung von dem Begriff zu konkretisieren. Am Ende der Woche stand Vielfalt für Auswahl, für den Blick über Grenzen hinweg, für  aktives Mitgestalten, auch bei unterschiedlichen Interessen.

Die Art und Weise, wie die Acht sich dem Thema näherten, war ganz unterschiedlich: Der Südafrikaner Thandile Zwelibanzi etwa bat die Menschen, die er fotografieren wollte, ihre Hände zu heben. Dann drückte er auf den Auslöser. Mit erhobenen Händen sind Menschen wehrlos und müssen dem Fotografen vertrauen. Wie unterschiedlich dieses Vertrauen aussehen kann, zeigen Thandiles Bilder. James de Villiers aus Johannesburg nutzte den Workshop dazu, seine Stadt neu zu entdecken. Viele Stadtteile, in denen er gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen fotografierte, hatte er seit Jahrzehnten nicht mehr betreten. Sie waren ihm zu gefährlich. Doch als die Anderen unbefangen durch die Viertel liefen, ging er mit – und sah plötzlich, wie vielfältig sein alltägliches Johannesburg ist: er nahm die Kluft zwischen Arm und Reich bewusster wahr, entdeckte den Einfluss verschiedener Kulturen und Religionen und war angetan von der Farbenpracht. Dies lassen auch seine Bilder erkennen.

Eine Auswahl der Fotografien aus Südafrika ist nun ein Jahr lang im GTZ-Haus Berlin zu sehen. Und betrachtet man den Erfolg der Ausstellung aus dem vergangenen Jahr, die unter anderem in Johannesburg und Lyon Station machte, darf man gespannt sein, an welchen Orten die diesjährigen Bilder noch zu sehen sein werden.

Auf Initiative des algerischen Fotografen Rafik Zaidi fand in Algier Ende 2010 ein zweiter Fotografenworkshop statt. Fünf algerische Fotografinnen und Fotografen dokumentierten hier ihre Sicht auf das Jahresthema "Vielfalt".

Fotofilm zum Workshop in Algerien

Videodokumentation zum Workshop in Johannesburg

  • Artikel auf ZEIT online

Bild: Rafik Zaidi. Der Algerier arbeitet als Fotograf und Verleger von Kunstbüchern. Er näherte sich dem Jahresthema über die Architektur an.

Bild: Abraham Elison. Abraham arbeitet als Gutachter und Fotograf in seiner Heimatstadt Antananarivo, Madagaskar. In Südafrika legte er den Schwerpunkt auf die vielfältigen Lebensweisen der Menschen.

Bild: Thandile Zwelibanzi. Dem südafrikanischen Fotografiestudenten geht es bei seiner Arbeit vor allem um Interaktion. Für seine Bilderserie „Hands Up“ bat er die Menschen, die er fotografierte, die Hände zu heben.

Bild: James de Villiers. James lebt in Johannesburg und arbeitet für die Zeitschrift „Business Report“. Er sagt, durch den Workshop habe er seine Stadt neu entdeckt.


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