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Herr Edgar Endrukaitis
E-Mail: edgar.endrukaitis@gtz.de

Business and Biodiversity Initiative

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Beutelwolf, Atlasbär und Goldkröte: noch nie gehört?

Kein Wunder, denn diese Tierarten sind ausgestorben. Alle 20 Minuten reiht sich nach Schätzungen des Bundesumweltministeriums eine neue Tier- oder Pflanzenart in diese Liste ein. Jede aussterbende Art bedeutet einen unwiederbringlichen Verlust für die Ökosysteme der Erde.

Tiere und Pflanzen bieten vielen Firmen wertvolle Ressourcen für ihre Produkte. Erhalt oder Zerstörung der Artenvielfalt sind eng damit verknüpft, wie sie mit diesen Ressourcen umgehen.

Die Völkergemeinschaft hat das Problem erkannt und 1992 auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung das „Übereinkommen über die biologische Vielfalt“ (CBD) beschlossen. Die drei Ziele dieser Konvention mit inzwischen über 190 Staaten lauten:

  • Erhaltung der biologischen Vielfalt, 
  • nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile, 
  • gerechte Aufteilung der sich aus der Nutzung der genetischen Ressourcen ergebenden Vorteile.

Bis 2010 soll der Rückgang der biologischen Vielfalt signifikant verlangsamt werden, so der Beschluss aller Regierungen.

Verschiedene Vertragsstaatenkonferenzen (VSK) der CBD haben die Bedeutung des Privatsektors für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt Hervorgehoben, denn der Verlust von biologischer Vielfalt ebenso wie ihr Schutz ist in vielfacher Weise mit wirtschaftlichen Aktivitäten von Unternehmen verbunden.

Gleichwohl hält sich bisher das Engagement von Unternehmen in Grenzen. So betont die 8. VSK, dass die Unternehmen verstärkt in die Umsetzung der Konvention integriert werden sollten und somit die Erfüllung des 2010 Ziels um ein großes Stück voranbringen können.

Die drei Ziele der CBD und damit die Wahrung der natürlichen Lebensgrundlagen für künftige Generationen sind nur im Verbund und mit Unterstützung der Wirtschaft zu erreichen.

Deutschland war im Mai 2008 Gastgeber der 9. CBD-Vertragsstaatenkonferenz. Die Konferenz, an der mehr als 5.000 Delegierte aus den über 190 Vertragsstaaten teilnahmen, sandte klare Signale hinsichtlich einer Kooperation mit der Wirtschaft aus. So wurde ein Rahmen zur Zusammenarbeit mit der Wirtschaft verabschiedet. 
In diesem Kontext wurde die internationale "Business and Biodiversity Initiative" im Rahmen der deutschen CBD-Präsidentschaft gegründet.

Das  Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) hat die  Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) damit beauftragt, die „Business und Biodiversität Initiative“ umzusetzen. Ziel dieser Initiative ist die stärkere Integration des Privatsektors in die Zielerreichung der CBD, indem 

  • Unternehmen mit der Unterzeichnung der Leadership Erklärung den Schutz und die nachhaltige Nutzung von Biodiversität in ihre betrieblichen Managementsysteme integrieren; 
  • Unternehmen ihre „best practices“ veröffentlichen;  
  • Unternehmen aktiv an der 10. CBD-Vertragsstaatenkonferenz im Jahr 2010 in Nagoya/Japan teilnehmen.

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Weiterführende Informationen


Aktuelles

'Business and Biodiversity Initiative' geht online
Eigener Internetauftritt der Initiative
Business and Biodiversity Initiative: Mehr Unternehmen als erwartet machen mit
International tätige Unternehmen integrieren den Schutz der biologischen Vielfalt in ihre Geschäftstätigkeit. Video-Interview mit GTZ-Experte Edgar Endrukaitis.

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