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Reform des Gesundheitssektors und Bevölkerungsplanung

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Unterstützung der Gesundheitssektorreform und des Bevölkerungsprogramms auf den Philippinen
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Finanzier: Europäische Kommission
Land: Philippinen
Politischer Träger: Department of Health (DOH)
Partner: Department of Health (DoH), Philippine Health Insurance Corporation (PhilHealth), Commission on Population (POPCOM), National Pharmaceutical Foundation Inc (NPF), National Economic Development Authority (NEDA)
Gesamtlaufzeit: Oktober 2001 bis Dezember 2009

Ausgangssituation

Die Gesundheit der Filipinos hat sich in den vergangenen 15 Jahren verbessert. Ein Beispiel: Die Kindersterblichkeit ist von 57 je 1000 Kinder in 1990 auf 29 je 1000 in 2003 gesunken. Auch die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren hat sich halbiert. Gleichwohl bestehen für die Reform des philippinischen Gesundheitswesens nach wie vor große Herausforderungen. So sind die Preise für Arzneimittel auf den Philippinen etwa drei bis vier Mal so hoch wie in den Nachbarländern, entsprechend hoch sind die von philippinischen Patienten aufzubringenden Zuzahlungen. Die landesweite gesetzliche Krankenversicherung deckt nur etwa zwölf Prozent der Kosten ab und überdies nur für einen Teil der regulär Beschäftigten. Viele Filipinos kommen noch gar nicht in den Genuss einer Krankenversicherung; krank zu werden, kann in vielen Fällen den Abstieg in die chronische Armut bedeuten. Besonders schlecht gesundheitlich versorgt sind Filipinos, die auf dem Land und in Armutsvierteln in Megastädten wie Manila leben.

Ziel

Das philippinische Gesundheitswesen ist in entscheidenden Punkten (Finanzierung, Abdeckung, Zugang und Effizienz) spürbar verbessert und trägt zu einer verbesserten Gesundheit der Bevölkerung bei.

Vorgehensweise

Im Rahmen der philippinischen Reforminitiative im Gesundheitswesen, FOURmula ONE (F1), berät und unterstützt die GTZ ihre philippinischen Partner auf verschiedenen Ebenen und zu unterschiedlichen Themen. Die Kerngebiete, auf denen die GTZ tätig ist, sind:

  1. Der Aufbau einer funktionierenden Infrastruktur mit lokalen Gesundheitsdiensten sowie die fortwährende Analyse ihrer Arbeit,
  2. die Einführung, transparente und gerechte Finanzierung sowie Umsetzung von Programmen für eine nachhaltige Bevölkerungsplanung,
  3. die Versorgung vor allem armer Menschen mit bezahlbaren Arzneimitteln,
  4. die Fortentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung.
Das Programm umfasst entsprechend der genannten Kernthemen folgende Komponenten:
  • Unterstützung der lokalen und nationalen Gesundheitspolitik
  • Pharmazeutische Produkte
  • Bevölkerungsplanung und reproduktive Gesundheit
  • Weiterentwicklung lokaler Gesundheitssysteme
  • Gesetzliche soziale Krankenversicherung


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