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Projekt Met@LoGo: Öffentliche Dienstleistungen via Internet

In zwei Wochen Unternehmer

Jorge Amaya aus der Gemeinde Comayagua, Honduras will selbständiger Unternehmer werden. Aufgrund fehlender klarer Vorschriften ist er jedoch der Willkür der Beamten ausgesetzt. Im besten Falle kann er deshalb in zwei Monaten anfangen – im schlechtesten Fall erst in zwei Jahren. So wäre die Geschichte früher verlaufen. Doch seit Sommer diesen Jahres wird die Betriebserlaubnis innerhalb von zwei Wochen erteilt, wenn alle Papiere vorliegen. Sollten einzelne Papiere fehlen, wird zunächst eine vorläufige Betriebserlaubnis erteilt. Der Unternehmer verliert so keine kostbare Zeit mehr.

Seit Januar 2004 arbeitet das Projekt Met@LoGo daran, das lokale Geschäfts- und Investitionsklima in Chile, Peru, Kolumbien und Honduras zu verbessern. In 14 Gemeinden wurden die Bedürfnisse der Kleinunternehmer hinsichtlich der Erbringung von Dienstleistungen ihrer Gemeindeverwaltung ermittelt und mit lokalen Vertretern Verbesserungspotentiale erarbeitet. Neue, wesentlich effizientere Arbeitsabläufe in den Gemeinden werden implementiert, Mitarbeiter geschult und ein eGovernment-Portal entwickelt. Das Met@LoGo-Portal versetzt Gemeinden in die Lage, Unternehmen Dienstleistungen per Internet anzubieten. Dabei geht es nicht nur um Informationen, sondern auch um die elektronische Abwicklung von behördlichen Vorgängen.

Met@LoGo wird zu 80 Prozent von der EU bezuschusst und von einem Konsortium bestehend aus 14 Partnern aus zehn Ländern durchgeführt. Trotz aller bisherigen Erfolge sind sich die Projektpartner im klaren, dass es bei der Verbesserung im Kleinen nicht bleiben kann. “Um eine entwicklungspolitisch wirkliche signifikante Wirkung zu erzielen, müssen wir dafür Sorge tragen, dass diese good practices in größerem Maßstab umgesetzt werden”, sagt Projektkoordinator Hannes Karkowski aus der Abteilung Wirtschaft und Beschäftigung.
Seit einigen Monaten gibt es bereits Bemühungen, die Erfolge aus Comayagua auf nationaler Ebene in Honduras zu übertragen. Dann profitiert am Ende nicht nur Jorge Amaya, sondern viele weitere Jungunternehmer im Land.
 


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