GIZ - Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Themen > Wirtschaft und Beschäftigung > Finanzsysteme > Finanzsystementwicklung > Ansatz

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Ansatz

Ziel unserer Arbeit ist es, so vielen Menschen wie möglich den Zugang zu Finanzdienstleistungen zu ermöglichen. Dazu unterstützen wir unsere Partnerländer dabei, funktionsfähige Institutionen und leistungsfähige Finanzsysteme zu entwickeln und nachhaltig zu verankern. Auf diese Weise vergrößert sich der ökonomische Handlungsspielraum der Menschen, wodurch indirekt auch positive Wirkungen hinsichtlich der Ernährung, Bildung und Gesundheit erzielt werden. Mehr als 80 Prozent der Kunden von Mikrofinanzinstitutionen sind Frauen. Ihre wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Möglichkeiten erweitern sich ebenfalls beträchtlich durch den Zugang zu Finanzdienstleistungen.

Die Finanzsysteme in unseren Partnerländern weisen oft Defizite auf verschiedenen Ebenen auf. Deshalb ist es ein Prinzip der GIZ, je nach konkreter Lage aufeinander abgestimmte Maßnahmen auf mehreren Ebenen des Finanzsystems durchzuführen. Um diese umfangreichen Leistungen zu erbringen, vermitteln wir nicht nur organisatorische und finanzwirtschaftliche Kenntnisse, sondern unterstützen unsere Partner auch bei komplexen strukturellen und politischen Reformprozessen.

Ein wichtiges Prinzip unserer Arbeit ist es, das nationale Verantwortungsbewusstsein zu fördern und unsere Partner in die Lage zu versetzen, eigenständig nachhaltige Veränderungen voranzutreiben. Die Prinzipien der sozialen und ökologischen Marktwirtschaft bilden hierfür die Basis, wobei die Maxime „so viel Markt wie möglich und so viel Staat wie nötig“ gilt. Der Erfahrungsaustausch zur Nutzung der besten Konzepte und Strategien ist ebenso wichtig wie die Kooperation im Partnerland selbst. Eine enge Zusammenarbeit mit anderen internationalen und deutschen Organisationen ist somit unerlässlich. In unserem systemischen Ansatz unterscheiden wir zwischen drei Ebenen des Finanzsystems:

Wir unterstützen Finanzinstitutionen, die auch ärmeren Menschen Zugang zu Finanzdienstleistungen gewähren. Die GIZ berät die Institutionen hierbei hinsichtlich ihrer Organisation, Strategie und des Designs von innovativen und nachfrageorientierten Finanzdienstleistungen. Unsere Partner sind beispielsweise private oder öffentliche Banken, Genossenschaften, kommunale Finanzinstitutionen oder Nichtregierungsorganisationen (NRO), die auf die Bereitstellung von Mikrofinanzdienstleistungen spezialisiert sind.

Die Infrastruktur eines Finanzsystems enthält ein breites Spektrum an Institutionen, die Dienstleistungen für Finanzinstitutionen erbringen. Die GIZ fördert unter anderem Trainingseinrichtungen, Verbände, Refinanzierungseinrichtungen, Kreditauskunfteien und Kreditgarantieeinrichtungen.

Schließlich berät die GIZ Gesetzgeber, Aufsichtsbehörden, die Zentralbank und Ministerien, um politische, rechtliche und regulative Rahmenbedingungen des Finanzsektors zu stärken. Wir unterstützen öffentliche Institutionen in ihrer Fähigkeit, Finanzinstitutionen zu regulieren und zu überwachen. Dadurch wird der Finanzsektor transparenter und stabiler.

Um unsere Anstrengungen nachhaltig erfolgreich zu gestalten, werden gleichermaßen private und staatliche Akteure unserer Partnerländer in die Gestaltung der Veränderungsprozesse einbezogen. Dabei ist es entscheidend, auch benachteiligten Interessengruppen, insbesondere ärmeren Bevölkerungsschichten eine Stimme zu geben, um ihren spezifischen Bedürfnissen gerecht zu werden.


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