Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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GTZ übernimmt Sekretariat einer globalen Mikroversicherungsinitiative
Als Demetria Aguilar im Mai 2009 starb, hinterließ sie ihren Mann Domingo und sechs Kinder. Die 55-jährige Philippinerin hatte eine kleine Näherei betrieben und so große Teile des Familieneinkommens erwirtschaftet. Für die Anschaffung der Nähmaschine hatte sie Geld einem kleinen örtlichen Finanzdiensteister geliehen. Gleichzeitig hatte sie dort eine Lebensversicherung abgeschlossen. „Ich wusste nicht, dass meine Frau Anspruch auf Leistungen aus einer solchen Versicherung hat. Gleich nach ihrem Tod hat mich der Versicherer darüber aufgeklärt“, berichtet Domingo Aguilar. Mit der Versicherungssumme konnte er den ausstehenden Kredit seiner Frau begleichen und die Kosten für ihre Bestattung bezahlen. Als Witwer erhielt er darüber hinaus Leistungen aus der Versicherung, die ihm halfen, seine Familie weiter zu ernähren. „Ohne Absicherung werden Menschen wie Domingo und seine Familie, die ohnehin wenig besitzen, von Schicksalsschlägen besonders hart getroffen“, erläutert Brigitte Klein, Leiterin des überregionalen Beratungsprojektes „Finanzsystementwicklung“, das die GTZ im, Auftrag des BMZ durchführt. „Wenn sie durch Krankheit ihre Arbeit verlieren, durch den Tod eines Familienangehörigen das Einkommen der Familie wegbricht oder eine Naturkatastrophe Haus und Habe zerstört, droht oft die gesamte Existenz zu zerbrechen.“ Einen Schutz gegen solche Risiken besitzen nur die wenigsten: Lediglich drei Prozent der Menschen mit niedrigem Einkommen haben in den 100 ärmsten Ländern der Welt Zugang zu Versicherungen. (Im Bild: Mit einem Schnitt durch das rote Band geben Peter Braumüller, Leiter des Executive Committee des IAIS, und Brigitte Klein (GTZ) das Startsignal für die „Access to Insurance Initiative“. Foto: Kossatz) Die Frage, wie der Zugang zu risikoabsichernden Finanzdienstleistungen wie Mikroversicherungen verbessert werden kann, rückt deshalb auf der entwicklungspolitischen Agenda nach oben. Auch die G 20 forderten kürzlich in Pittsburgh, den Zugang armer Menschen zu Finanzdienstleistungen auszuweiten. Dies könne unter anderem durch verbesserte regulative und politische Rahmenbedingungen umgesetzt werden. Hierzu leistet die globale „Access to Insurance Initiative“ einen Beitrag. Ende Oktober 2009 wurde auf der Jahreskonferenz der International Association of Insurance Supervisors (IAIS) in Brasilien der Startschuss zu dieser Initiative gegeben. Beteiligt sind neben dem IAIS das BMZ, die Consultative Group to Assist the Poor, die Internationale Arbeitsorganisation und Finmark Trust. Die GTZ hat im Auftrag des BMZ die Leitung des Sekretariats der Initiative übernommen. Die Initiative unterstützt IAIS bei der Entwicklung internationaler Standards und Richtlinien für die Regulierung und Überwachung von Mikroversicherungen. „Im Kern geht es um Capacity Development der Versicherungsaufseher in Entwicklungsländern. So wird Kundenschutz garantiert und ein gesundes Wachstum von Mikroversicherungsmärkten gefördert“, erklärt Klein. „Die enge Zusammenarbeit mit dem IAIS, der 140 Versicherungsaufsichtsbehörden weltweit zu seinen Mitgliedern zählt, bietet den Aufsichtsbehörden ein Forum für Süd-Süd-Austausch und gemeinsames Lernen. Unter dem Dach der Initiative sind zudem regionale Pilotmaßnahmen und Capacity Development-Vorhaben in Afrika, Asien und Lateinamerika in Vorbereitung. Dies geschieht in enger Kooperation mit multi- und bilateralen Gebern. Wo immer möglich, wollen wir Synergien mit bestehenden regionalen Initiativen wie Making Finance Work for Africa und der Alliance for Financial Inclusion sowie mit bilateralen Vorhaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Dies funktioniert bereits erfolgreich auf den Philippinen und in Ghana“, so Klein weiter. „Mikroversicherungen verhindern, dass arme Menschen Risiken schutzlos ausgeliefert sind. Die ‚Access to Insurance Initiative‘ ist ein wichtiger Schritt, um diese Sicherheit für alle Menschen zu erreichen. Deshalb unterstützen wir diese Initiative gern“, sagt Abteilungsleiter Adolf Kloke-Lesch aus dem BMZ. Weiterführende Informationen
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