GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

GTZ ist jetzt die GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Eine Selbsthilfegruppe erhält Geld am Bankschalter

Seit mehr als 20 Jahren berät die GIZ (ehemal GTZ) erfolgreich Regierungen, Zentralbanken, Verbände, Finanzinstitutionen, Nichtregierungsorganisationen und Spar- und Kreditgenossenschaften. Sie tut dies mit dem Ziel, arme Menschen besser mit Finanzdienstleistungen zu versorgen und ihnen einen Weg aus der Armut zu eröffnen. In vielen Partnerländern konnten hierdurch bereits erhebliche Verbesserungen hinsichtlich des Zugangs zu Finanzdienstleistungen für ärmere Bevölkerungsschichten erzielt werden.

Beispielweise kooperiert die GIZ seit über 10 Jahren mit der indischen Zentralbank für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (NABARD) und unterstützt über das nationale Bankensystem dörfliche Selbsthilfegruppen (Linkage Banking). Hierdurch haben bis zum Jahr 2007 bereits mehr als 35 Millionen Arme, davon 90 Prozent Frauen, Zugang zu Mikrofinanzdienstleistungen erhalten. Der verbesserte Zugang zu diesen Dienstleistungen trug in mehrfacher Weise dazu bei, dass fast 20 Prozent dieser Menschen ihr Einkommen über die Armutsgrenze anheben konnte.

Auch in Uganda ist die GIZ in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit bereits seit über 10 Jahren im Finanzsektor aktiv. Die GIZ und die KfW Entwicklungsbank unterstützen gemeinsam mit anderen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit einzelne Komponenten des Finanzsystems und verzahnen diese miteinander. Hierbei berät die GIZ vorrangig die Zentralbank und die ugandische Regierung bei Gesetzesinitiativen, die ein verlässliches Bankenwesen schaffen und stabilisieren sollen. Unter anderem wurde dadurch ein Rechtsrahmen geschaffen, der es Mikrofinanzinstitutionen erlaubt, neben Krediten auch Spardienstleistungen anzubieten. Das so genannte MDI-Gesetz (Microfinance Deposit-Taking Institutions Act) hat dazu geführt, dass bereits rund 300.000 Kunden ein Sparkonto eröffnet haben. So wurden bis Juni 2007 etwa 15 Millionen Euro mobilisiert. Mit diesen werden die Mikrofinanzinstitutionen günstig refinanziert und neues Kapital zur Vergabe von Krediten zur Verfügung gestellt. Die Kunden können ihre Ersparnisse sicher anlegen und Vorsorge für die Zukunft betreiben.

Unter dem Link „Projekte“ finden Sie weitere Projektbeispiele, welche die Arbeitsweise und Wirkung der Finanzsystementwicklung darstellen.


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